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Die deutsche Wirtschaftspolitik gegenüber Ungarn 1933-1944

ein Beitrag zur Interdependenz von Wirtschaft und Politik unter dem Nationalsozialismus

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Michael Riemenschneider

Der Donauraum war für das NS-Regime ein Teil seiner Grossraumpläne, konkret einer europäischen Grossraumwirtschaft unter deutscher Führung mit Ungarn als einem der landwirtschaftlichen Satellitenstaaten. Kurzfristig ging es darum, die ungarische Produktion in das Aufrüstungsprogramm einzubeziehen und die Ressourcen des Landes für die Vorratsbildung und dann die eigentliche Kriegsführung auszunutzen. Die politische Abhängigkeit sollte durch wirtschaftliche Ausrichtung auf den deutschen Markt realisiert werden. Dies gelang Berlin um so leichter, als Budapest mit enormen Absatzproblemen für seine Agrarprodukte zu kämpfen hatte. Immer mehr beugte sich das kleine Donauland den deutschen Forderungen, lehnte sich an den mächtigen Verbündeten auch wegen der erhofften Unterstützung für die eigene territoriale Revisionspolitik an und verspielte damit nach und nach seine Eigenständigkeit.
Aus dem Inhalt: Abriss der deutsch-ungarischen Wirtschaftsbeziehungen - Ungarn und die aussenpolitische Zielsetzung des Dritten Reichs - Die Durchsetzung der deutschen Hegemonie - Ungarn und die deutsche Grossraumwirtschaft - Ökonomische Hintergründe der Besetzung.