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Otloh, Gottschalk, Tnugdal: Individuelle und kollektive Visionsmuster des Hochmittelalters

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Hedwig Röckelein

Visionär begabte Menschen treffen wir in allen Kulturen an, deren gesellschaftlicher Zusammenhalt stark von religiösen Vorstellungen und Riten geprägt ist. Auch während des europäischen Mittelalters waren sie ein Teil des alltäglichen Lebens. Visionär-prophetische Vorhersagen beeinflussten politische Entscheidungen, visionäre Ekstase war eine Form der religiösen Selbstverwirklichung, Visionäre berichten vom Jenseits, von den Qualen der Verstorbenen in der Hölle und im Fegefeuer und den Freuden der Gereinigten im Himmel. Mit Hilfe philologischer, ethnologischer und psychoanalytischer Methoden versucht die Verfasserin, die Charakteristika der Visionäre des hohen Mittelalters herauszufinden, und fragt, weshalb ihre Berichte teilweise zu «Bestsellern» avancierten.
Aus dem Inhalt: Die Visionen Otlohs von S. Emmeram - Bedingungen visionären Erlebens - «Kollektive» Visionen - Psychoanalytische und ethnologische Interpretationsansätze.