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Gaston Bachelards materialistischer Transzendentalismus

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Lutz Baumann

Für Bachelards Werk, um dessen Gesamtdarstellung und -würdigung es geht, ist die Doppelung in wissenschaftstheoretische Untersuchungen und die Besinnung auf das der Träumerei und der poetischen Imagination verhaftete Bewusstsein charakteristisch. Eine transzendentale Untersuchung dieser gedoppelten Lehre zeigt, dass der reflektierende Philosoph von der Wissenschaftstheorie zur oniristischen Poetologie übergehen muss, wenn er die intelligible Bedeutung der materiellen Realität ausdrücklich machen will. Der unbedingte Sinn der Wirklichkeit erschliesst sich gerade nicht der abstrakten philosophischen Doktrin, sondern allein dem philosophierenden Bewusstsein, das seine Inhalte aus dem Spannungsverhältnis von naturwissenschaftlicher Sichtweise und träumerischer Erfahrung gewinnt.
Aus dem Inhalt: Bachelards Theorie des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses - Die Reflexion auf die Position der wissenschaftstheoretischen Reflexion - Der Übergang von der wissenschaftstheoretischen zur oniristischen Reflexion - Die Festlegung der Reflexion auf den Onirismus.