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Die Technikwahl bei linearer Einzelproduktion oder Die dritte Krise der Profitrate

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Fritz Helmedag

Reswitching und Capital Reversing sind die Schlagworte einer der «grossen» Auseinandersetzungen der modernen Wirtschaftstheorie, der sog. Cambridge-Kontroverse. Diese Phänomene haben die neoklassische Sicht des Zusammenhanges zwischen funktioneller Einkommensverteilung und Technikwahl getrübt. In der vorliegenden Arbeit wird indes zu beweisen versucht, dass die von beiden konkurrierenden Lagern akzeptierte Darstellung der Technikwahl nicht korrekt ist. Die Wurzel der falschen Ermittlung der gewinnmaximalen Technik liegt in der zwar üblichen, aber irreführenden Gleichsetzung von Profit und Profitrate als Steuerinstanz der Verfahrenswahl. In den hier vorgelegten kapitaltheoretischen Modellen linearer Einzelproduktion erweist sich vielmehr jene Technik als gewinnmaximal, die die Arbeitswerte der einzelnen Waren minimiert. Die Wahl der Technik ist mithin unabhängig von dem Lohnsatz bzw. der Profitrate, statt dessen kann eine eindeutige Rangfolge der Verfahren angegeben werden.
Aus dem Inhalt: Einige Quintessenzen neoklassischer Makrodynamik - Die neoklassische Parabel in der Diskussion - Die kapitaltheoretische Kontroverse im Rahmen zweisektoraler Modelle - Die Technikwahl im multisektoralen Fall.