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Politische Partizipation und Entwicklung: Basisorientierte Projekte in Bangladesh

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Michael Nebelung

Der vorliegende Band erörtert grundlegende Aspekte der Theorie politischer Beteiligung, wie sie sich in den klassischen Werken von Locke, Smith und Rousseau und bei modernen US-amerikanischen Autoren finden. Die Umsetzung von Konzepten politischer Partizipation, die z.B. von der FAO oder dem UN-Forschungsinstitut UNRISD erarbeitet wurden, scheiterte an den in unterentwickelt gehaltenen Ländern vorherrschenden Machtstrukturen. Nach einer Analyse der kolonialhistorisch entstandenen Unterentwicklung Bengalens/Bangladeshs und der sich heute in Armut und Verelendung äussernden Deformation der bengalischen Gesellschaft schildert der Autor seine Erfahrungen mit basisorientierten, partizipativen Projekten in Bangladesh. Versuche mittelloser Landarbeiter, sich in Kleingruppen selbst zu organisieren, eröffnen einen möglichen Ansatz für eine selbstbestimmte «Entwicklung von unten».
Aus dem Inhalt: Partizipation in bürgerlichen Demokratietheorien (Locke, Smith, Rousseau) - Partizipation in US-amerikanischen Theorien und in der Entwicklungsländerforschung - Begriffliche Abgrenzung (Apathie, Emanzipation, Selbstbestimmung) - Bangladesh als Beispiel für Unterentwicklung - Theoretische Aspekte - Geschichte der Unterentwicklung - Gesellschaftlicher Strukturwandel (Wirtschaft, Entwicklungshilfe) - Zwei Beispiele für partipationsorientierte Basisinitiativen - Basisinitiativen als Modell selbstbestimmter Entwicklung - Anhang (Chronik, Fakten, Überblick).