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Die Marxsche Idee der Aufhebung der Arbeit und ihre Rezeption bei Fromm und Marcuse

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Uri Zilbersheid

Die Aufhebung der Arbeit als solcher (also nicht nur der in der kapitalistischen Produktionsweise offenkundig entfremdeten Arbeit) ist nicht als Nebenidee bei Marx anzusehen. Vielmehr stellt diese Aufhebung, mit der die Umwandlung der bisher in verschiedenen Graden instrumentell ausgerichteten in eigenständige, als Selbstzweck geltende Produktionstätigkeit gemeint wird, ein zentrales, wenn nicht das zentralste Moment der höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft dar, wie sie Marx vorschwebte. Die berühmt gewordene Aufhebung des Privateigentums und des Staates ist bei ihm eng mit der Aufhebung der Arbeit verbunden. Die Marxsche Idee der Aufhebung der Arbeit, die von vielen, obwohl nicht von allen Marx-Auslegern übersehen wurde, wurde von Fromm und Marcuse aufgenommen und weiterentwickelt. Die Rezeption dieser Idee bei diesen beiden Denkern soll als eine der grössten Leistungen der Frankfurter Schule anerkannt werden.
Aus dem Inhalt: Produktionstätigkeit und Arbeit bei Marx - Die Idee der Aufhebung der Arbeit beim frühen Marx - Die Tendenz der Abkehr von der Aufhebung der Arbeit beim späten Marx - Die «produktive Arbeit» bei Fromm - Die Aufhebung der Arbeit bei Marcuse als Erotisierung des Produktionsprozesses.