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J.H. Alsted, Herborns calvinistische Theologie und Wissenschaft im Spiegel der englischen Kulturreform des frühen 17. Jahrhunderts

Studien zu englisch-deutschen Geistesbeziehungen der frühen Neuzeit von B. Griesing, J. Klein, J. Kramer-

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Jürgen Klein and Johannes Kramer

J.H. Alsted gehört zu den wichtigsten deutschen Gelehrten des 17. Jahrhunderts mit internationaler Wirkung. Diese Studie befasst sich mit der Darlegung der Grundgedanken calvinistischer Theologie und Wissenschaft, wie sie von Alsted und seinem Kreis vertreten wurden, zu dem auch Jan Amos Comenius gehörte. Die rationalen Tendenzen des Calvinismus, die Lehre vom Licht und vom Tausendjährigen Reich Christi auf Erden wurden von Alsted und Comenius zugleich gepflegt. Beide wirkten intensiv auf die geistesgeschichtliche Situation Englands im Bürgerkrieg: Die Puritaner erhofften den Beginn eines Gottesreichs, das sowohl durch neue Formen des Gemeinschaftslebens wie durch Anfänge moderner Wissenschaft und Enzyklopädie bestimmt werden sollte. So rezipierten die Engländer um Hartlib und Dury einerseits die von Alsted und Comenius inaugurierten Organisationsmodelle der Wissenschaft, aber auch die tiefe religiöse Überzeugung, dass das apokalyptische Zeitalter unmittelbar bevorstehe.
Aus dem Inhalt: Einleitung - J.H. Alsted, «The Beloved City»: lateinisch-englische Wiedergabe mit Anmerkungen und Kommentaren; Herborn und England im 17. Jahrhundert: Wissenschaftstheorie - Calvinistische Theologie - Revolution zum Millenium; Funktionen puritanischer Apokalypsen im Revolutionsprogramm des frühen Civil War.