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Prävention des Unrechts oder Manifestation des Rechts

Bausteine zur Überwindung des heteronom-präventiven Denkens in der Strafrechtstheorie der Moderne- Ausgezeichnet mit dem Walter Kolb-Gedächtnispreis

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Dringt instrumentelle Vernunft in das Strafrecht ein, dann gerät es ausser sich und orientiert sich an «externen Folgen» (Hassemer). Dass es einem präventiven Konzept von Strafrecht letztlich nur noch darum geht, in der Verbrechensbekämpfung Überhand zu gewinnen, dass das Bestreben der Prävention Strafrecht zu einer strategischen Manövriermasse instrumenteller Herrschaftsvernunft verkommen lässt, wird im ersten Kapitel der Untersuchung angeleitet durch die Kritische Theorie entwickelt. In dem zweiten Kapitel wird durch eine Rekonstruktion der Theorie G.W.F. Hegels von Recht, Unrecht und Strafrecht die Gegenposition dargelegt.
Das dritte Kapitel schliesslich sucht durch ethnomethodologisch angeleitete Skizzen zur kritisch-empirischen Reformulierung der Hegelschen Straf-Rechts-Theorie, Vernunft und Wirklichkeit miteinander zu vermitteln und eine kritisch-absolute Strafbegründung gegen den Vorwurf anachronistischer Vernünftelei zu behaupten.
Aus dem Inhalt: Prolegomena zu einer kritischen Theorie der Strafe - Strafrecht als «Dasein der Freiheit» (Hegel) - Rekonstruktion des Verhältnisses von Recht, Unrecht und Strafrecht in der Rechtsphilosophie Hegels - Konstitution gemeinsamer Welt und Manifestation des Rechts.