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«...ein besonnenes Buch..., aus dem absolut nichts gelernt werden kann.»

Aspekte künstlerischer Selbstentfaltung im «Tagebuch»-Fragment und im «Räuber»-Roman von Robert Walser

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Roswita Obermann

Robert Walser thematisiert in seinen Romanen und längeren Prosastücken wie auch durch deren Abfolge den Prozess der Selbstfindung (des «Sichbewusstwerdens») und der Suche des Individuums nach (künstlerischer) Selbstentfaltung. Der Prozess der Selbstfindung wird in dialektischer Auseinandersetzung von subjektiver Erfahrung und objektiven Gegebenheiten vollzogen. Daraus wird gleichzeitig die Analyse erfahrener Lebensbehinderung, die auf ihr Gegenteil verweist. In der Beschreibung von Lebensbehinderung als reale Beschränkung von Selbstentfaltung wird eine Form von radikal-individueller Gesellschaftskritik geleistet, die auf einer als selbstverständlich vorausgesetzten Kritik am sozialen und politischen System beruht.
Aus dem Inhalt: Selbstentfaltung und Geschichtlichkeit - Standortbestimmung - Bewahren und Preisgeben - Passive Sabotage - Destruktion der Bilder - Interferenz des Selbstbildes - Reduktion des Bewusstseins - Initiation und Integration - Heilung.