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Peter Handkes Wendung zur Geschichte

Eine komponentialanalytische Untersuchung

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Als «Rückzug ins Private», als «Neue Innerlichkeit» wertet die Literaturkritik nicht nur die Werke Peter Handkes der 70er/80er Jahre. Die komponentiale Analyse der wichtigsten Schriften dieses Autors zeigt allerdings, dass die Begriffe nur beschreibenden Charakter haben. Denn Handkes Erfahrungsgang lässt epochale Strukturen erkennen, die seine Wendung vom Gesellschaftskritiker zum Fürsprecher traditioneller Werte bedingen: einer Tradition, die Individuelles wieder rückvermitteln will mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit; einer Tradition, die nicht allein Rückbesinnung bedeutet, sondern im Denkmodell einer neu definierten Geschichte ihren Platz hat.
Aus dem Inhalt: Literatur über Literatur und Sprache: Eine neue Beschreibungsprosa - Sprachkritik als Gesellschaftskritik: Fiktionalisierung des Erzählmodells - Resultat der Suche nach Zusammenhang: Eine «andere Geschichte».