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Friedrich Fröbel

Die zahlenmystischen Wurzeln der Spieltheorie

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Lieselotte Heller

Die Heterogenität der Fröbelschen Konzeptionsideen und seine oft abstrusen Gedankengänge waren der Fröbelforschung von jeher ein Ärgernis. Über dem Bemühen, Fröbel in die geistigen Hauptströmungen seiner Zeit einzuordnen, wurde dessen Vorliebe für Bewegungen am Rande der etablierten Gelehrsamkeit nur allzu gerne übersehen: die im 18. Jahrhundert weitverbreitete Signaturenlehre etwa oder das neu erwachte Interesse an Johannes Kepler. Vor allem aber kaum beachtet und in der bisherigen Fröbelforschung nirgends nachgezeichnet war die enge Beziehung Fröbels zu seinem Zeitgenossen Johann Jakob Wagner. In dieser Beziehung jedoch wird eine tiefe Verwurzelung Fröbels in einem geistesgeschichtlichen Zusammenhang sichtbar, der geprägt ist durch die jüdische Mystik. So kommt durch sie Licht in das Dunkle und Unverständliche des Sphärischen Gesetzes, Fröbels philosophischem Ansatz zur Begründung einer dynamischen Mathematik.
Aus dem Inhalt: U.a. Spuren der Kabbala im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland - Konstruktive Rationalität und darstellende Sinnbildlichkeit als zwei Grundzüge in der jüdischen Mystik und bei Fröbel - Wagners Mathematische Philosophie und Fröbels Sphärisches Gesetz.