Show Less
Restricted access

Die Selbst-Bildung und der Exzess des Blicks

Zum Werk Heinrich von Kleists

Series:

Helmut Moysich

Kleists implizite Produktionsästhetik verweist in ihrer energetisch-innervativen Dimension bereits auf Nietzsches Physiologie der Kunst. Auf dieser Folie untersucht die Studie die strukturbildende Bedeutung des Kleistschen Augen-Blicks in seiner spezifischen Bild-Funktion. In einer Dialektik von Selbst-Dissoziation und Selbst-Begründung zielt Kleist mit seiner poetologischen Formel der «Erfindung» auf ein ästhetisches Auffinden sinnlich affirmierter Selbst-Bilder: Inszenierung eines gleichsam visuellen Exorzismus gegen den als Selbsthass verinnerlichten bösen Blick von Gesellschaft und Familie.
Aus dem Inhalt: Die implizite Poetologie der Aufsätze und Briefe in ihrer Bedeutung als Formen affektiver Intentionalität - Das Bild auf der Suche nach seiner Realität.