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Das Problem der Zweckverfehlung beim Betrug

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Wolfgang Hartmann

Die Frage der Begründung eines Vermögensschadens mit einer Zweckverfehlung einer täuschungsbedingten Leistung spielt für die Theorie und Praxis des Betrugstatbestandes eine erhebliche, bisher auch in grundsätzlicher Hinsicht noch klärungsbedürftige Rolle. Die vorliegende Untersuchung zeigt auf, dass die Schadensbegründung mit einer Zweckverfehlung auf der Grundlage der herrschenden Betrugsdogmatik dadurch möglich wird, dass das Vermögen als «Potential» zur Erreichung der verschiedensten Zwecke verstanden wird. «Beachtlich» ist der verfolgte Zweck im Einzelfall allerdings nur, wenn der Verfügende mit der Zwecksetzung einen Vorteil für seine Lebensbedingungen zu erreichen sucht.
Aus dem Inhalt: Das Problem der Zweckverfehlung in Rechtsprechung und Literatur - Das Erfordernis der unbewussten Selbstschädigung - Die Bedeutung der Zweckverfehlung bei der Feststellung des Vermögensschadens - Die Voraussetzungen und Grenzen der Bedeutung der Zweckverfehlung beim Betrug.