Show Less
Restricted access

...besser als im Kohlenpott malochen?

Arbeitslosenalltag in Konstanz

Series:

Maria-Elisabeth Rehn

Arbeit spielt in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle. Was geschieht, wenn dieser feste ökonomische und soziale Orientierungsrahmen fehlt? Erwerbslose wissen davon zu berichten. Ihre Erfahrungen werden in der vorliegenden Untersuchung wiedergegeben: Die Hilflosigkeit im Umgang mit der reichlich bemessenen Zeit, die Sorgen um das knappe Haushaltsgeld, das schwindende Selbstbewusstsein nach misslungenen Vorstellungsgesprächen. Es fehlt nicht an Auswegen aus der Misere. Öffentliche Zuschüsse ermöglichen sozial engagierte Eingriffe in den Arbeitsmarkt, aber auch skrupellose Geschäftemacher treten auf den Plan. Diese um Detailreichtum bemühte Momentaufnahme, in deren Mittelpunkt die Arbeitslosigkeit steht, stammt aus der süddeutschen Provinz, der Stadt Konstanz am Bodensee. Der Arbeitsmarkt zeigt hier nichts Dramatisches. Die Arbeitslosenquote liegt unter dem Bundesdurchschnitt. Der hohe Freizeitwert der Bodenseeregion verleitet sogar dazu, die Frage nach der Qualität erzwungener Freizeit mit mancher Erwartung zu verknüpfen.
Aus dem Inhalt: Die Arbeitslosenquote: Zahlenspiele aus lokaler Sicht - Die Palette der Arbeitsbeschaffungsmassnahmen - Subkulturelle Rezepte - Der Einzelne: Tagesablauf und Sparstrategien - Das Arbeitsleben im Rückblick - Zukunftsentwürfe.