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Theorie und Verfremdung

Max Weber, Louis Dumont und die Analyse der indischen Gesellschaft

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Martin Fuchs

Was bedeutet die theoretische Perspektive des Zivilisationsvergleichs für die Konzeption und das Verständnis einer nicht-westlichen Gesellschaft? - Welches Licht fällt umgekehrt von der Analyse einer «fremden» Gesellschaft zurück auf die soziologische Theoriekonstruktion? - Was leistet in diesem Zusammenhang eine kultursoziologische Perspektive, die sich auf die Kategorien der Untersuchten selbst glaubt berufen zu können? Im Spektrum dieser Fragen beschäftigt sich das Buch mit den Indien-Interpretationen und Theorieentwürfen Max Webers und Louis Dumonts und skizziert einen «praxistheoretischen» Ansatz der Reflexion und Kritik des sozialwissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. Theoretische Diskussion und Erörterung empirischer Fragen werden direkt aufeinander bezogen. Die Fremdheit des Anderen wird nicht als etwas Gegebenes, sondern als Resultat eines Aneignungsprozesses verstanden, der das Nicht-Eigene in spezifischer Weise operationalisiert und verfremdet.
Aus dem Inhalt: Max Weber: Indien und die Frage universaler Entwicklung - Louis Dumont: Indien und das universale Prinzip sozialer Ordnung - Praxis der Interpretation, Interpretation der Praxis: zur wissenschaftlichen Aneignung sozialer Lebensformen.