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«Mir ist zuweilen so als ob das Herz in mir zerbrach»

Leben und Werk Mascha Kalékos im Spiegel ihrer sprichwörtlichen Dichtung

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Andreas Nolte

Die Dichterin Mascha Kaléko (1907-1975) flüchtete nach großen literarischen Erfolgen in Berlin im Jahre 1938 aus dem nationalsozialistischen Deutschland ins amerikanische Exil und zog 1960 nach Israel weiter. Ihr von Vertreibung, Exil und Einsamkeit bestimmtes Leben fand seinen Ausdruck in leicht zugänglichen Gedichten, deren herausragendstes Merkmal die vielseitige und gekonnte Verwendung von Sprichwörtern und Redensarten ist. Wie ein roter Faden ziehen sich diese durch alle Schaffensphasen und Themenbereiche. Die Studie verbindet parömiologische, literaturwissenschaftliche und historische Aspekte und zeichnet mit Hauptaugenmerk auf die formelhafte Sprache alle wichtigen Stationen im Leben der Dichterin nach. Gleichzeitig wird ein umfassender Überblick über ihr gesamtes literarisches Schaffen vermittelt. Die ausgewählten Zitate aus ihrem Werk und aus dem unveröffentlichten Nachlaß werden durch erläuternde und interpretierende Bemerkungen derart aneinandergereiht, daß der vorliegende Text zu einem beeindruckenden Beispiel für ein deutsches Schicksal des 20. Jahrhunderts wird.
Aus dem Inhalt: Literarische Sprichwortfunktion – Sprichwörter und Poesie – Mascha Kaléko und Volkssprache – Antisprichwörter und Lyrik – Berliner Volkssprache – Emigration, Exil und sprichwörtliche Lyrik – Nationalsozialismus und Slogans – Anglizismen und Lyrik.