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Therapiezufriedenheit von Drogenabhängigen

Der Stellenwert von Persönlichkeitsaspekten, Behandlungsbeurteilung und Institutionsmerkmalen im stationären Setting

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Ralph H.U. Wettach

In der Schweiz und in Deutschland führten viele stationäre Drogentherapieeinrichtungen im Rahmen von Qualitätssicherungsprogrammen bei ihren Klienten Zufriedenheitserhebungen ein. Diese Zufriedenheitserhebungen sind relevant, weil sich in Studien in der Psychiatrie gezeigt hat, dass die Patientenzufriedenheit mit dem Therapieverlauf und mit der «Compliance» – der Befolgung von ärztlichen Verordnungen und Massnahmen – positiv korreliert. Das Ziel der vorliegenden empirischen Untersuchung ist es, den Nutzen von Zufriedenheitserhebungen in stationären Drogentherapieeinrichtungen zu erhöhen. Dafür werden einerseits Aspekte der Behandlungsinstitutionen identifiziert, die für die Therapiezufriedenheit wichtig sind. Anderseits wird der Einfluss sowohl von Persönlichkeitsmerkmalen als auch der Behandlungsbeurteilung auf die Therapiezufriedenheit bestimmt. Denn mit welcher Berechtigung könnten Zufriedenheitsäusserungen von Klienten für die Bewertung und die Modifikation von Therapieprogrammen beigezogen werden, falls diese Aussagen mehr über die Persönlichkeit der Befragten als über die wahrgenommenen Leistungen der Behandlungsinstitution aussagen würden? Aufgrund der Ergebnisse werden theoretische und praktische Schlussfolgerungen gezogen sowie auf verschiedenen Ebenen ansetzende Massnahmen empfohlen.
Aus dem Inhalt: Stationäre Suchttherapie – Relevanz von Zufriedenheitserhebungen – Qualitätssicherung – Persönlichkeitsmerkmale und Therapiezufriedenheit – Institutionsmerkmale und Therapiezufriedenheit – Arbeitssituation und Arbeitsumfeld in stationären Drogentherapieeinrichtungen – Zufriedenheitskonzepte aus Konsumenten-, Arbeits- und Patientenforschung – Strukturgleichungsmodelle und Mehrebenenanalysen.