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Die Stunde Omega / Um den Essigkrug

Zwei dramatische Werke aus dem Nachlass Alfred Gongs

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Bärbel Such

Die hier erstmals veröffentlichten Dramen Die Stunde Omega (1955) und Um den Essigkrug (1959) entstammen dem Nachlass des deutsch-jüdischen Autors Alfred Gong (1920-1981), der den Holocaust im Untergrund überlebte und nach dem 2. Weltkrieg in die USA emigrierte. Die Stunde Omega setzt sich mit der Bedrohung des technologischen Fortschritts für die Existenz des Menschen auseinander und geht der Frage nach, inwieweit die moderne Naturwissenschaft für ihre Erfindungen verantwortlich ist. Um den Essigkrug thematisiert die Sinnentleertheit der menschlichen Existenz in der modernen Gesellschaft, in der jegliches Streben nach Individualität und Autonomie zum Scheitern verurteilt ist.
Den Nachlasseditionen schließt sich im Nachwort eine Untersuchung der inhaltlichen und literarischen Gestaltung der Dramen an, die sie zum einen in den literarhistorischen, biographischen und poetologischen Kontext von Gongs Gesamtwerk einordnet, zum anderen im Kontext kanonisierter deutschsprachiger Dramen der fünfziger und frühen sechziger Jahre betrachtet. Dabei werden besonders die Dramen Bertolt Brechts und Friedrich Dürrenmatts berücksichtigt.
Aus dem Inhalt: Exilliteratur – Alfred Gong – Nachlasseditionen-Dramen im Kontext von Gongs Gesamtwerk – Dramen im Kontext kanonisierter deutschsprachiger Dramen der fünfziger und sechziger Jahre.