Show Less
Restricted access

Heinz Holliger – Spurensuche eines Grenzgängers

Das kompositorische Schaffen im Spiegel der Beschäftigung mit Sprache, Atem, Schweigen

Series:

Kristina Ericson

Dieses Buch gibt einen einmaligen Überblick über das gesamte Schaffen Heinz Holligers (geb. 1939) – von den Jugendwerken bis zu Kompositionen neuesten Datums. Der gewählte Schwerpunkt «Sprache, Atem, Schweigen», der Holligers Werk in seinem Kern trifft und nicht nur sein Vokal-, sondern auch sein Instrumentalschaffen prägt, ermöglicht intensive Einblicke in dessen Textwahl (wie Hölderlin, Trakl, Walser, Sachs, Celan, Beckett) sowie in dessen Streben nach übergeordneten Zusammenhängen. Die Kompositionen, die ausführlich analysiert werden, sind so gewählt, dass sowohl eine thematische Vielfalt gewährleistet ist, als auch die entsprechenden Entwicklungsphasen ausgewogen vertreten sind. Die facettenreiche Persönlichkeit des Komponisten wird durch die Wiedergabe längerer Interviews sowie die in jedes Kapitel eingebauten Kommentare Holligers deutlich. Die einzelnen Kapitel beginnen zumeist mit einer Einleitung, die möglichst alle Werke des entsprechenden Kontexts vorstellt und zueinander in Beziehung setzt. Die darauf aufbauenden Analysen führen von einer Gesamtpositionierung immer mehr ins Detail.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Kindheit - Studienzeit - Erste Prägungen und Werke – Ausgangspunkt Sechzigerjahre. Von Reihen, Fesseln und Freiheiten: Auf der Suche nach der eigenen Sprache – Trakl-Inspirationen – Faszination Nelly Sachs: Ein eigener Kosmos – Der Atem als Grenzerfahrung – Die Stimme des Chores – Der Atem des Streichinstruments – Die Auseinandersetzung mit Samuel Beckett – Die Achtzigerjahre – Die Neunzigerjahre: Neue Dramatik und Kreise, die sich schliessen – Der Weg ins neue Jahrhundert.