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Vom besten Pferd im Stall zur «persona non grata»

Paul Ruegger als Schweizer Gesandter in Rom 1936-1942

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Stefan Glur

Dem in der Zwischenkriegszeit für die schweizerische Aussenpolitik zuständigen Bundesrat Motta war die Pflege guter Beziehungen zu Mussolinis faschistischem Italien ein ganz besonderes Anliegen. Entsprechend bedeutungsvoll war deshalb die Neubesetzung des Gesandtenpostens in Rom. Dorthin ordnete der Bundesrat anfangs 1936 Paul Ruegger ab. Wie hat Ruegger den diplomatischen Alltag bewältigt? Wie hat er auf die italienische Politik, die italienisch-schweizerischen Beziehungen und die internationale Politik reagiert? Wie hat er seine Eindrücke nach Bern an den zuständigen Bundesrat weitergegeben? Welche Beziehungen bestanden zwischen der italienischen und schweizerischen Presse und welche Folgen hatte dies für seine Amtstätigkeit? Diese Studie untersucht die Tätigkeit Paul Rueggers in Rom, der in Italien wohlwollend empfangen, Anfang 1942 jedoch vom durch den Krieg gebeutelten faschistischen Regime zur persona non grata erklärt wurde.
Aus dem Inhalt: Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien 1936-1942 – Rueggers Beziehungen zu Mussolini, dem König Vittorio Emmanuele III. und dem Aussenminister Ciano – Rueggers Beziehungen zu den Bundesräten Motta und Pilet-Gola – Die Schweizer Diplomatie angesichts des italienisch-äthiopischen Krieges – Die Pressebeziehungen zwischen der Schweiz und Italien während des 2. Weltkrieges – Die Reaktion der Schweiz auf die italienischen Rassengesetze – Rueggers Sicht auf die Entwicklungen der Achse Berlin-Rom – Die Auswirkungen der schweizerischen Italienpolitik auf das Verhältnis der nördlichen Achsenpartner.