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Zygmunt Krasiński und die Schweiz

Die helvetischen Eindrücke im Leben und Schaffen des Dichters

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Malgorzata Gerber

Die alpine Landschaft der Schweiz lockte in der Romantik die berühmtesten polnischen Dichter an. Auch der junge Zygmunt Krasiński befand sich unter ihnen und besuchte die Akademie in Genf. Als Romantiker par exellence erlag er dem Charme der malerischen Landschaft, doch fehlte es seinem kritischen Geist nicht an Scharfsinn, mit dem er seine Umgebung beobachtete und manchmal auch in Kommentaren konfrontierte. Wie widerspiegeln sich seine Eindrücke in den literarischen Fragmenten, Essays, Gedichten, Dramen, Briefen und im Reisejournal? Mit welchen Themen befasste er sich? Wie sah er das sozial-ökonomische und politische Umfeld der Schweiz? Wen traf er in den Genfer Salons und worüber machte er sich lustig? Diese Arbeit illustriert am Beispiel des jungen Aristokraten Krasiński die schweizerisch-polnischen Wechselbeziehungen. Sie basiert auf einem reichhaltigen Material aus dem Polnischen, Französischen und Englischen. Texte, die bisher nur auf Polnisch verfügbar waren, werden erstmals breiter zugänglich gemacht.
Aus dem Inhalt: Politische und soziokulturelle Lage Polens vom 17. bis zum 19. Jahrhundert – Verbindungen zwischen Polen und der Schweiz – Krasiński, Mickiewicz und Slowacki in der Schweiz – Ueberblick über Krasińskis Studium in Genf, sein Leben und Schaffen – Krasińkis Begegnungen mit der Schweiz, mit berühmten Schweizern, mit Persönlichkeiten anderer Nationalitäten – Der Einfluss des Zusammentreffens mit Mickiewicz und Odyniec – Krasińskis Publikationen in der «Bibliothèque Universelle» – Die helvetischen Motive im Reisejournal, in den Briefen, Essays, Gedichten, literarischen Fragmenten und Dramen Krasińskis – Die Rolle der alpinen Landschaft für Krasińskis Weltanschauung und Poetik – Die Rezeption der englischen Literatur auf dem helvetischen Hintergrund – Der Blick des polnischen Aristokraten auf das soziale Umfeld der Genfer Polis: Das gesellschaftliche Leben, Alltag und Festtage, Religion und Sekten – Die Schweizer Politik in den Jahren 1839-1849, von Krasiński kommentiert – Dandyhafte Züge in Krasińskis Leben und Schaffen – Französisch als Ausdrucksmittel – Die Schweiz als Folie für die Rückerinnerungen an die Genfer Jahre in Epistolographie und Lyrik – Die Schweiz als Liebesidylle: Ein Refugium für Krasiński und seine Geliebte Delfina Potocka.