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Dispositio picta – Dispositio imaginum

Zum Zusammenhang von Bild, Text, Struktur und ‘Sinn’ in den Überlieferungsträgern von Heinrichs von Neustadt «Apollonius von Tyrland»

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Simone Schultz-Balluff

Der um 1300 entstandene Roman «Apollonius von Tyrland» Heinrichs von Neustadt ist in vier Handschriften und einem Fragment des 15. Jahrhunderts überliefert. Jeder der Überlieferungsträger weist unterschiedliche, jeweils ganz eigene Ausstattungsmerkmale auf: Illustrationen und Freiräume (Hs. b/Gotha und Hs. c/Wien, wohl auch Fragment e) sowie Kapiteleinteilungen bzw. Kapitelüberschriften (in Hs. a/Straßburg und Hs. d/Wien) gliedern den Text. Diese strukturellen Eingriffe und die individuelle Gestaltung beeinflussen die Rezeption nachhaltig. Inwiefern jeder der Überlieferungsträger mit seinen spezifischen Gliederungsmitteln den Text Heinrichs von Neustadt nicht nur an der Oberfläche strukturiert, sondern auch ganz entscheidend interpretiert, wird mittels einer vergleichenden Analyse verdeutlicht.
Diese Untersuchung analysiert das strukturelle Verhältnis aller Überlieferungsträger sowie den Bezug der beiden erhaltenen Illustrationszyklen zueinander. Ferner erfolgt erstmals die Publikation der lange Zeit für unleserlich gehaltenen Überschriften der Handschrift d (Wien).
Aus dem Inhalt: Heinrich von Neustadt – ‘Apollonius von Tyrland’ – Text-Bild-Relationen – Gliederungsprinzipien – Gliederungselemente – mise en page – Rezeptionslenkung – Texttradierung – Überlieferung – Überlieferungsträger – Handschriftenbeschreibung – Handschriftenstemma.