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Der Einfluss des zentralistischen Staatssystems Italiens und seiner Regionalpolitik auf die Wirtschaftsentwicklung im Mezzogiorno

unter Einbezug der europäischen Strukturfondsmittel 1994-1999

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Vanessa Basso

Der im italienischen Staatssystem traditionell verankerte Zentralismus ist vermutlich ein wesentlicher Grund für die missliche Lage der nationalen und regionalen Wirtschaft. Mit staatlichen Investitionen und europäischen Strukturfondsmitteln wird seit mehreren Jahren versucht, die Wirtschaftslage der italienischen Regionen – besonders der Regionen des Mezzogiorno – zu verbessern. Während sich in einzelnen Regionen Fortschritte hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung erkennen lassen, verschlechtert sich die Wirtschaftsentwicklung anderer Regionen zunehmend.
Die Arbeit geht der Frage nach der Wirkung der europäischen Strukturfondsmittel im italienischen Staat nach und untersucht – neben wirtschaftlichen Komponenten – sozial-politische Faktoren, welche einen nicht unwesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung im Mezzogiorno leisten. Insbesondere wird hinterfragt, warum unter dem Einsatz von finanziellen Mitteln einzelne Regionen ein erfolgreiches, andere wiederum ein negatives Wirtschaftswachstum aufweisen, ob und warum die Wirkung von EU-Geldern in den Regionen auf ein bestimmtes Staatssystem zurückgeführt werden kann und welcher Zusammenhang zwischen einem Staatssystem, der wirtschaftlichen Entwicklung und den sozialen Komponenten besteht.
Aus dem Inhalt: Europäische Regionalpolitik/Europäische Strukturfondsmittel – Dezentralismus/Zentralismus/Föderalismus – Theorie des Fiskalföderalismus und neoklassische Wachstumstheorien – Regionale Wirtschaftslage/Regionalismus/Konvergenzprozess – Nord-Süd-Dualismus/Süditalien/Mezzogiorno – Mafia/organisiertes Verbrechen – Theorie ziviler Gesellschaften/Theorie des sozialen Kapitals/Theorie strategischer Gruppen/Potentialfaktortheorie/Potentialfaktoren.