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Jakobiner und Jakobinismus in der Schweiz

Wirken und Ideologie einer radikalrevolutionären Minderheit- 1789-1803

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Lucas Chocomeli

Am Vorabend der Helvetischen Revolution entwickelten einige frankophile Patrioten in der Eidgenossenschaft und den zugewandten Orten Umsturzpläne zur Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung. Diese sollte auf Volkssouveränität, sozialer Gerechtigkeit, Tugend, Moral und Religiosität beruhen. Ähnlich wie Robespierre und Saint-Just in Frankreich strebten sie diesem Ziel konsequent und kompromisslos entgegen. Die wenigen Schweizer Jakobiner wurden bislang als Vertreter einer eigenständigen ideologischen Richtung nicht wahrgenommen. Diese Arbeit geht den Fragen nach, ob es in der Schweiz echte Revolutionäre gab, ob man von Jakobinern sprechen kann. Neben dem ereignisreichen Wirken der Revolutionsanhänger wird sowohl ihre Vision einer idealen Gesellschaftsordnung als auch ihre Gewalt legitimierende Revolutionstheorie erstmalig präsentiert.
Aus dem Inhalt: Jakobinismus-Begriff – «Patrioten» und «Jakobiner»: Eine Abgrenzung – Schweizer Radikalrevolutionäre – Jacques Grenus: Revolutionär erster Stunde – Jean-Nicolas-André Castella: Revolution aus dem Exil – Joseph-Antoine Rengguer: Präsident einer «Jakobinerrepublik» – Aloys Jost: Promotor der bündnerischen Revolution – Chrétien Desloges: Agent im Dienste Frankreichs – Joseph Ronca: Geächteter Revolutionsenthusiast – Louis Reymond: Clubist und Aufstandsführer – Zielvorstellung einer idealen Gesellschaftsordnung – Der Weg der Revolution.