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Inklusion am Theater

Übertitel zwischen Ästhetik und Translation

von Nathalie Mälzer (Autor:in) Maria Wünsche (Autor:in)
Andere 126 Seiten

Zusammenfassung

Durch Übertitelungen oder Gebärdensprachverdolmetschungen auf der Bühne können kommunikative Barrieren für ein hörbeeinträchtigtes Publikum gemindert werden. Setzt man diese Translationsformen auch ästhetisch ein, werden inklusive Aufführungen möglich, die sich gleichberechtigt an ein Publikum aus Gehörlosen, Schwerhörigen und Hörenden wenden. Dies setzt die frühe Einbindung des Translationsprozesses in die Inszenierungsarbeit voraus: die sogenannte Ko-Translation. Traditionelle translationswissenschaftliche Begriffe wie Ausgangs- und Zieltext, aber auch Produktionsprozesse im Theater werden neu gedacht. Das Buch verknüpft theoretische Überlegungen zur Theatertranslation, ihre praktische Umsetzung in zwei innovativen Projekten und die Auswertung der damit verbundenen empirischen Studien.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autoren-/Herausgeberangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Abbildungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 1.1 Die Inklusionsdebatte und ihre Bedeutung für das Theater
  • 1.2 Gehörlosigkeit – Schwerhörigkeit – Hörendsein
  • 2 Theatertranslation zwischen Ästhetik und Zugänglichkeit
  • 2.1 Theatertranslation als Paratext
  • 2.1.1 Die Übertitelung
  • 2.1.2 Das Gebärdensprachdolmetschen
  • 2.1.2.1 Exkurs: Gebärdensprache
  • 2.1.2.2 Gebärdensprachdolmetschen am Theater
  • 2.1.3 Inklusiver Ansatz – Nutzung des Potenzials von Übertiteln und GSD
  • 2.2 Strategien der Theatertranslation als inkludierendes Element
  • 2.2.1 Die frühe Einbindung der Translation in die Produktionsprozesse
  • 2.2.2 Theatertranslation als theatrales Ausdrucksmittel
  • 2.2.2.1 Übertitel zwischen kommunikativer und ästhetischer Funktion
  • 2.2.2.2 Gebärdensprache als verbale und kinesische Zeichen auf der Bühne
  • 2.2.3 Aufbrechen der Dichotomie Ausgangstext/Zieltext
  • 3 Inklusion im Theater am Beispiel inklusiver Theaterproduktionen: Club der Dickköpfe und Besserwisser und von außen zu nah
  • 3.1 Produktionstechnische Abläufe und Strukturen
  • 3.2 Rechtliche Fragen
  • 3.3 Der Einsatz von Über- und Untertiteln in den Inszenierungen
  • 3.4 Der Einsatz von Gebärdensprache in den Inszenierungen
  • 3.5 Analyse zweier Aufführungen
  • 3.5.1 Klub Kirschrot: Club der Dickköpfe und Besserwisser
  • 3.5.2 Zwischenfazit
  • 3.5.3 BwieZack: von außen zu nah
  • 3.5.4 Zwischenfazit
  • 4 Die Rezeptionsstudien zum Theaterstück
  • 4.1 Aufbau des Fragebogens
  • 4.2 Klub Kirschrot: Club der Dickköpfe und Besserwisser
  • 4.2.1 Ergebnisse Kinder
  • 4.2.2 Ergebnisse Erwachsene
  • 4.2.3 Zwischenfazit und methodische Grenzen der Studie
  • 4.3 BwieZack: von außen zu nah
  • 4.3.1 Ergebnisse
  • 4.3.2 Zwischenfazit
  • 4.4 Diskussion: Über die Notwendigkeit von Richtlinien
  • 5 Fazit und Ausblick: die Ausweitung der Spielzone
  • Literatur- und Quellenverzeichnis
  • Primärquellen
  • Sekundärquellen
  • Weitere Quellen

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Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Video in Deutscher Gebärdensprache ohne Übersetzung. Szene aus Club der Dickköpfe und Besserwisser von Klub Kirschrot mit Benedikt J. Sequeira Gerardo. © Andreas Hartmann

Abb. 2: Translationsformen im Theaterkontext

Abb. 3: Partielle intersemiotische Übersetzung bei der Translation für die Bühne

Abb. 4: Erweitertes Schema der Codes und Kanäle (vgl. Wünsche 2015: 27)

Abb. 5: Übersetzungsformen und -richtungen im Projekt Inklusives Theater

Abb. 6: Übertitel als Figurenlabel und untertiteltes Video. Szene aus Club der Dickköpfe und Besserwisser von Klub Kirschrot mit Elvira Jesse. © Andreas Hartmann

Abb. 7: Comic-Elemente im Übertitel aus Club der Dickköpfe und Besserwisser von Klub Kirschrot

Abb. 8: Übertitel im gesamten Raum aus Club der Dickköpfe und Besserwisser von Klub Kirschrot

Abb. 9: Hörstatus des Publikums

Abb. 10: Kannst du/Beherrschen Sie die Deutsche Gebärdensprache?

Abb. 11: Was trifft eher auf dich zu?

Abb. 12: Warum konntest du die Übertitel nicht gut lesen?

Abb. 13: Hörstatus des Publikums

Abb. 14: Kannst du/Beherrschen Sie die Deutsche Gebärdensprache?

Abb. 15: Übertitel am Theater: Welche Aussage trifft am ehesten zu?

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1 Einleitung

Abstract: The introduction to this book presents the project “Inklusives Theater” (inclusive theatre) and its key terms and concepts. It provides definitions of the terms “accessibility” and “inclusion” and explains the distinction between them in the context of stage productions for a D/deaf, hard of hearing and hearing audience.

»Ich will.«

»Ich will.«

Details

Seiten
126
ISBN (PDF)
9783631741566
ISBN (ePUB)
9783631741573
ISBN (MOBI)
9783631741580
ISBN (Hardcover)
9783631741177
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (August)
Schlagworte
Theatertranslation Inklusion Übertitelung Gebärdensprachdolmetschen Barrierefreie Kommunikation Gehörlosigkeit
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017., 126 S., 7 farb. Abb., 4 s/w Abb., 11 Graf.

Biographische Angaben

Nathalie Mälzer (Autor:in) Maria Wünsche (Autor:in)

Nathalie Mälzer ist Professorin für Transmediale Übersetzung und Initiatorin des Projekts Inklusives Theater. Maria Wünsche ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und war am Projekt beteiligt. Beide sind am Institut für Übersetzungswissenschaften und Fachkommunikation der Universität Hildesheim tätig. Sie forschen unter anderem in den Bereichen Barrierefreie Kommunikation und Medienübersetzung.

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Titel: Inklusion am Theater