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Multidimensionale Betrachtungsweisen zu Ethnic Entrepreneurship

Petra Aigner

Als Resultat unterschiedlicher Migrationsbewegungen in den letzten Jahrzehnten stieg die MigrantInnenpopulation Österreichs und in der Folge ebenso die Anzahl der ethnischen UnternehmerInnen, die Selbstständigen mit Migrationshintergrund, am österreichischen Arbeitsmarkt an.

Dieses Buch gibt einen statistischen Überblick zu Ethnic Entrepreneurship in Österreich sowie einen Überblick über einschlägige Literatur zu den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Theorien zu Ethnic Entrepreneurship. Anschließend werden anhand einer qualitativen Studie mit 50 ethnischen UnternehmerInnen in Oberösterreich und unter Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring soziokulturelle und sozioökonomische Funktions- und Wirkungsweisen von ethnischen UnternehmerInnen unter der Weiterentwicklung von migrations- und integrationstheoretischen Modellen erörtert.

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1. Einleitung

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1.  Einleitung

Als Folge globaler Migrationsdynamiken und nationaler Immigrationsprozesse auf Gesamt-EU-Ebene1 lebten laut des statistischen Amtes der Europäischen Union (vgl. Eurostat 2017) am 01.01.2017 knapp 512 Millionen Personen in der EU (28 Staaten). 20,7 Millionen der 2016 in einem EU-Mitgliedsstaat ansässigen Menschen waren in einem Drittstaat geboren worden (4,1 % der Bevölkerung der EU-28) (ibid.). Weitere 16 Millionen, die aus einem der EU-Mitgliedsstaaten stammten, lebten in einem EU-Mitgliedsstaat, dessen Staatsbürgerschaft sie allerdings nicht besaßen (ibid.). 2015 waren laut Eurostat (2017) 4,7 Millionen Menschen in die EU-28 eingewandert (ibid.). 2,4 Millionen derer stammten dabei aus Drittstaaten, 1,4 Millionen aus einem anderen Mitgliedsstaat (ibid.). 860.000 Menschen waren RückkehrmigrantInnen, welche wieder in den EU-Staat zurückkehrten, dessen Staatsbürgerschaft sie besaßen (ibid.).

In Österreich waren zum 01.01.2002 730.261 Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft gemeldet; zu Beginn des Jahres 2010 waren es bereits 883.579 und mit dem 01.01.2018 1.396.356 ZuwandererInnen (15,3 % der Gesamtbevölkerung) (vgl. Statistik Austria 2018). 694.002 derer stammten aus EU-27-Staaten2, 692.923 aus Drittstaaten (vgl. Statistik Austria 2018). Die MigrantInnenpopulationen aus EU-13-Staaten bzw. EU-Neu-Staaten setzen sich am stärksten aus RumänInnen (102.242 Personen), UngarInnen (77.174 Personen), KroatInnen (76.690 Personen) und PolInnen (62.187 Personen) zusammen (ibid.). Die aus den EU-15-Staaten am häufigsten vertretene MigrantInnenpopulation stammte ← 11 | 12 → aus Deutschland (186.891); die Drittstaatenpopulationen3 kamen prädominant aus der Türkei (117.277), aus Bosnien und Herzegowina (95.221) sowie aus Asien, wie...

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