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Ablative Verbalmodifikation aus kontrastiver Sicht

by Elia Hernández Socas (Author)
©2026 Monographs 144 Pages

Summary

Diese Studie widmet sich der ablativen Verbalmodifikation aus kontrastiver Sicht und untersucht entsprechende Wortbildungsmuster im Deutschen, in den iberoromanischen Sprachen sowie in den klassischen Sprachen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach strukturellen und typologischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden präfigierter Verbbildungen in verschiedenen Sprachen. Grundlage der Untersuchung bildet eine angepasste Zwei-Ebenen-Semantik, die eine systematische Analyse der Bedeutungsstrukturen ablativer Verben ermöglicht. Auf dieser Basis werden die semantischen Funktionen und Entwicklungspfade ablativer Präfigierungen vergleichend erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass ein gemeinsames Wortbildungsmuster in unterschiedlichen Sprachsystemen zu divergierenden semantischen und morphologischen Entwicklungen führen kann. Dadurch werden sowohl sprachspezifische Ausprägungen als auch sprachübergreifende Regularitäten sichtbar. Die Studie eröffnet neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Wortbildung, Semantik und Sprachtypologie und leistet einen Beitrag zum Verständnis der historischen und strukturellen Dynamik präfigierter Verbbildungen im Sprachvergleich.
Diese Studie enthält zusätzliche Informationen als Anhang. Sie können <a href="https://supplementaryresources.blob.core.windows.net/4338298-hernandez-socas/Anexo%202%20Listado%20total%20de%20equivalencias.xlsx">hier</a> herunterladen.

Table Of Contents

  • Umschlag
  • Titelseite
  • Impressum
  • Widmung
  • Inhalt
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Vorwort
  • kapitel 1 Einleitung
  • 1.1 Untersuchungsgegenstand und Zielsetzung
  • 1.2 Begriffsbestimmung
  • 1.2.1 Präfix, Partikel, Präverb, Verbzusatz
  • 1.2.2 Ablativität
  • 1.2.3 Tertium comparationis und Äquivalenzrelation
  • kapitel 2 Semantik: Konzept und Methode
  • 2.1 Beschreibungsebenen der semantischen Analyse
  • 2.2 Methodische Anmerkungen
  • kapitel 3 Auswertung der Ergebnisse
  • 3.1 Allgemeine Auswertung
  • 3.2 Äquivalenztypen
  • 3.3 Implikationen für die räumliche, zeitliche und aspektuelle Dimension
  • 3.4 Aspektuelle Funktionen ablativer Verbzusätze
  • 3.5 Typologische Implikationen
  • kapitel 4 Schlussfolgerungen
  • Literatur
  • Anhang
  • Liste der untersuchten interlingualen Übereinstimmungen
  • Vollständige Liste der Übereinstimmungen

Vorwort

Die vorliegende Arbeit untersucht die semantische Klasse der Ablativität am Beispiel von Präfix- und Partikelverben aus kontrastiver Sicht. Mitberücksichtigt werden hierbei ablative Präfix- und Partikelverben in den klassischen Sprachen – Latein und Altgriechisch –, in den iberoromanischen Sprachen Spaniens – Spanisch, Galicisch und Katalanisch – und im Deutschen. Dieses Buch fasst die Hauptergebnisse meiner 2018 am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig abgeschlossenen Habilitationsschrift zusammen. Die in spanischer Sprache verfasste Habilitationsschrift mit dem Titel „La prefijación ablativa y su representación semántico-conceptual. Equivalencias interlingüísticas entre alemán, lenguas clásicas e iberorromances“ wurde 2020 zwei Jahre später nach der Verteidigung in den Beiheften zur Zeitschrift für romanische Philologie beim Verlag De Gruyter veröffentlicht und deckt auf über 800 Seiten die Merkmale der Ablativität aus intra- und interlingualer Sicht ab. Das vorliegende Buch beruht im Wesentlichen auf die Analyse und die Ergebnisse der veröffentlichten Habilitationsschrift und strebt hier angesichts der Fülle der dort gesammelten Daten, sich einen zusammenfassenden Überblick über die bedeutsamen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der ablativen Präfix- und Partikelverben in den hier untersuchten Sprachen zu verschaffen.

Aufgrund der Zielsetzung dieser Arbeit, nämlich eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Ergebnisse vorzulegen, wird hier auf eine konkrete und ausführliche Analyse aller untersuchten Präfix- und Partikelverben verzichtet. Für eine detaillierte Darstellung wird daher auf die konkrete Analyse im Hernández Socas (2020) verwiesen. Zur besseren Übersicht wurde hier eine Themenauswahl getroffen, welche die wichtigsten Aspekte der Ablativforschung aufgreift. Das Buch ist in drei Hauptkapitel gegliedert, die durch allgemeine Schlussfolgerungen, Literatur und einen Anhang mit der Liste der untersuchten Verben ergänzt werden. In Kapitel 1 werden der Untersuchungsgegenstand und die Ziele der Arbeit präzis vorgestellt und eingegrenzt. Anschließend werden die wichtigsten Begriffe geklärt und definiert, wie z. B. die hier verwendeten Termini Präfix- oder Partikelverb, Präverb oder Verbzusatz, der Begriff der Ablativität und das Tertium comparationis, mit dem die Gleichwertigkeit bzw. die Äquivalenz zwischen den verschiedenen untersuchten Verben festgestellt werden kann. Kapitel 2 befasst sich mit dem theoretischen Rahmen innerhalb der Semantik, auf dem die semantische Analyse der Verben basiert, und erläutert sowohl das verwendete semantische Modell als auch die methodischen Entscheidungen, die für das Verständnis der Datenerhebung und -analyse notwendig sind. Kapitel 3 bildet das Kernstück der vorliegenden Arbeit und enthält die Auswertung der wichtigsten Ergebnisse der Studie in Bezug auf drei Bereiche, nämlich (1) die Reichweite und Grenzen einer Äquivalenzrelation aus interlingualer Sicht, (2) die aus dem kontrastiven Vergleich gewonnenen Implikationen für die räumliche, zeitliche und aspektuelle Dimension sowie (3) die Sprachtypologie.

Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die zum Erscheinen dieses Buches beigetragen haben. In erster Linie wurde die Veröffentlichung durch die Finanzierung des Forschungsprojektes der Universität La Laguna unter der Leitung von Prof. Héctor Hernández Arocha ermöglicht. Ihm gilt mein besonderer Dank für seine Initiative, seine ständige Ermutigung und sein Vertrauen in dieses Projekt. An zweiter Stelle möchte ich allen Herausgebern – Prof. Batista Rodríguez, Prof. García Padrón und Prof. Wotjak – für die Aufnahme dieser Publikation in die Reihe danken; insbesondere möchte ich hier an den hochgeschätzten und sehr vermissten Prof. Wotjak erinnern, der sowohl Gutachter als auch Mitglied der Prüfungskommission in meinem Habilitationsverfahren war. Seine semantische Auffassung bei der Beschreibung verbaler Einheiten wird hier nicht nur geteilt, sondern auch angewandt. Für seine wertvollen Beiträge zur Semantik, insbesondere im Bereich der kontrastiven Linguistik und der Romanistik, und für seine persönliche Unterstützung und sein Engagement während meiner akademischen Laufbahn innerhalb und außerhalb der Universität Leipzig möchte ich ihm dieses Buch widmen. Nicht zuletzt gilt mein Dank auch allen Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern, die dieses Projekt in vielerlei Hinsicht unterstützt haben. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle meine Kollegen und Freunde Carsten Sinner und Marcello Giugliano sowie meine Familie, meinen Lebenspartner Héctor und meine Kinder, meine unermüdlichen Óscar und Simón, meine Eltern Manuela und Antonio, meinen Bruder Ignacio, die mich auf diesem Weg stets begleitet haben.

Details

Pages
144
Publication Year
2026
ISBN (PDF)
9783631931592
ISBN (ePUB)
9783631931608
ISBN (Hardcover)
9783631931585
DOI
10.3726/b22600
Language
German
Publication date
2026 (July)
Keywords
Ablativität Kontrastive Sprachwissenschaft Partikel- und Präfixverben Semantik
Published
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. 144 S., 6 s/w Abb., 15 Tab.
Product Safety
Peter Lang Group AG

Biographical notes

Elia Hernández Socas (Author)

Elia Hernández Socas studierte Klassische Philologie und promovierte im Fach Moderne Philologie. Nach ihrer Tätigkeit an der Universität Leipzig (2008–2017), an der sie 2018 habilitiert wurde, ist sie seit 2018 an der Universität La Laguna tätig. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen kontrastive Sprachwissenschaft, Reiseliteratur und Translatologie.

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Title: Ablative Verbalmodifikation aus kontrastiver Sicht