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‚Tägliche Buchführung mit sich selbst‘ – zu Charakter und Entstehung von Goethes Tagebüchern

von Johannes Korngiebel (Autor:in)
26 Seiten
Open Access
Journal: Jahrbuch für Internationale Germanistik Band 57 Ausgabe 2 Erscheinungsjahr 2025 pp. 173 - 198

Zusammenfassung

Das 18. Jahrhundert bezeichnet man gemeinhin als das ‚Jahrhundert des Briefs‘,1 denn im Laufe dieser Zeit weitet sich der Briefverkehr, der zuvor der Oberschicht bzw. Amtspersonen vorbehalten war, auf immer größere Teile des selbstbewusster werdenden Bürgertums aus. In einem ähnlichen Sinne kann man das 18. Jahrhundert aber auch das ‚Jahrhundert des Tagebuchs‘ nennen, denn das erstarkende Ich-Bewusstsein des Individuums drückt sich u. a. auch durch die selbstbewusste Darstellung der eigenen Tätigkeiten und des persönlichen Erlebens aus.2 Entsprechend wird das Tagebuchführen im Laufe des 18.Jahrhunderts gerade im bürgerlichen Milieu regelrecht zur Mode. Die Tatsache, dass auch Johann Wolfgang von Goethe Tagebuch führte, ist also keineswegs außergewöhnlich. Inwiefern die Art von Goethes Tagebuchführung aber dennoch bemerkenswert und aufschlussreich ist, soll im Folgenden gezeigt werden.

Details

Seiten
26
DOI
10.3726/JIG572_173
Erscheinungsdatum
2026 (Februar)
Schlagworte
buchführung charakter entstehung goethes tagebüchern
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Johannes Korngiebel (Autor:in)

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Titel: ‚Tägliche Buchführung mit sich selbst‘ – zu Charakter und Entstehung von Goethes Tagebüchern