Wolfram-Studien XXVII: Literatur im mittelniederdeutschen Sprachraum (1200-1600). Produktion und Rezeption. Rostocker Kolloquium 2021. Hrsg. von Franz-Josef Holznagel und Jan Cölln in Verbindung mit Ricarda Bauschke-Hartung und Mathias Herweg. Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2025, 646 S. Einige farbige und s/w Abb.
3 Seiten
Open Access
Journal:
Mediaevistik
Band 39
Ausgabe 1
Erscheinungsjahr 2026
pp. 506 - 508
Zusammenfassung
Auch wenn es vier Jahre gedauert hat, bis die ausgearbeiteten Vorträge auf der Rostocker Tagung der Wolfram von Eschenbach Gesellschaft 2021 gehalten und jetzt erst in den Druck gekommen sind, erweist sich der vorliegende Band als ein äußerst wichtiger Beitrag zur Erforschung der mittelniederdeutschen (mnd.) Literaturgeschichte vom hohen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit. Es ist kein Geheimnis, dass diese Sprachform (MND) zwar bis etwa gegen 1500 einen reichen Werdegang durchlief, dann aber seit der Lutherischen Reformation und dem Niedergang der Hanse zunehmend unter Druck geriet und schließlich den offiziellen Rang an das Frühneuhochdeutsche verlor. Dennoch sollten wir deswegen keineswegs abschätzig die im Niederdeutschen überlieferten Werke beurteilen, die vielmehr einen großen Eigenwert besaßen und den Corpus einer solide verankerten Literaturgeschichte ausmachten. Jeder einzelne Aufsatz in diesem sorgfältig redigierten und ausgezeichnet gebundenen und gedruckten Band verdient unsere Aufmerksamkeit und Anerkennung, denn hier melden sich Koryphäen auf diesem Gebiet zu Wort und helfen uns, vielfältige Wege durch das umfassende und komplexe Textgestrüpp zu schlagen, das bis heute immer noch sehr wenig kritisch behandelt worden ist.
Details
- Seiten
- 3
- DOI
- 10.3726/med.2026.01.151
- Erscheinungsdatum
- 2026 (August)
- Produktsicherheit
- Peter Lang Group AG