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Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige

Ein Überblick über die Geschichte Deutschlands von den Anfängen bis zum II. Weltkrieg und Grammatikübungen

Sven-Ole Andersen

Deutsche Geschichte & Grammatik für den Deutschkurs für Englischprachige bietet einen Überblick über die deutsche Geschichte in einfachen Texten und Grammatikübungen für die Lernstufen A2-B2, Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache. Es kann als Kursbuch benutzt werden oder als Zusatzmaterial. Es enthält einige Erklärungen in Englisch. Schüler und Studenten können somit ihr Wissen hinsichtlich deutscher Geschichte, Grammatik und Leseverständnis trainieren und verbessern.

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Das Mittelalter

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Das Mittelalter untergliedert sich in drei Phasen: Frühmittelalter (ca. 500–1050), Hochmittelalter (1050–1250) und Spätmittelalter (1250–1500). Die Zeit, die danach folgte, wird als Frühe Neuzeit bezeichnet (Fried 7–8).

Bereits im Frühmittelalter begann sich die Population in Mitteleuropa zu vergröβern; es lebten also immer mehr Menschen. Heute wird geschätzt, dass sich die Bevölkerung mindestens verdreifacht hatte. Die Menschen brauchten nun mehr Platz, Nahrung und Behausungen. Um Baumaterial zu gewinnen und die Landwirtschaft voranzutreiben, mussten riesige Flächen gerodet werden. Durch das Fällen der Bäume wurde begonnen, das Land urbar oder bewohnbar zu machen (Fried 47). Die zahlreichen Rodungen waren damals so gewaltig und wichtig, dass Überbleibsel des Wortes noch heute zu finden sind, zum Beispiel in Städtenamen. Besonders im Harz, einem Gebirge in Mitteldeutschland, finden sich noch Zeugnisse dieser Rodungen in vielen Ortsnamen, wie etwa in Harzgerode, Wernigerode oder Elbingerode.

Man wurde im Mittelalter in einen Stand oder eine Familie hineingeboren und konnte sich im Laufe seines Lebens nicht daraus befreien.←23 | 24→ Das Schicksal eines Menschen entschied sich bei der Geburt. Wenn man nicht der Sprössling eines Adligen war, war man als Untertan geboren. Für die arme Landbevölkerung galt zum Beispiel: Einmal Bauer, immer Bauer. Der Sohn eines Bauern war also zum Bauerndasein verurteilt. Er war für immer an das Land gebunden, das sein Vater als Höriger oder Leibeigener vom adligen oder kirchlichen Grundherrn zur Bewirtschaftung...

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