Die Dorfgeschichte
Unterhaltungen mit der Zeit
©2021
Monographs
XII,
214 Pages
Series:
Studies in Modern German and Austrian Literature, Volume 10
Summary
Die Dorfgeschichte im Vormärz kennzeichnet eine Ablehnung der neoklassizistischen « Kunstperiode » zugunsten der von Robert Prutz definierten « Unterhaltungsliteratur ». Das bedeutet die Hinwendung des auktorialen Erzählers zur Erzählgegenwart, eine oft autobiographisch ausgerichtete Ortsgebundenheit, « Oralität » mit gelegentlicher Verwendung von Dialekt und dem durchgängigen Gebrauch « einfacher Formen ». Die Darstellung sentimentalischer Gefühlsregungen der Dorfbewohner entspricht den demokratischen Bestrebungen der Aufklärung, sie sind Teil ihrer emanzipatorischen Selbstbestimmung. Während in Frühformen der Dorfgeschichte der Schweiz (Zschokke, Gotthelf) didaktische Aspekte im Vordergrund stehen, sind es im Vormärz, der Kernzeit der Dorfgeschichten, gesellschaftspolitische Anliegen. Nach 1848 degenerierte die Dorfgeschichte durch zunehmend reaktionären Nationalismus zur « Heimatliteratur ». Ein erneutes Interesse an Dorfgeschichten begann in der DDR in den 1960iger Jahren und erfuhr in der BRD um 1980 eine zunächst nostalgisch geprägte Renaissance, die im Kontext ökologischer Debatten und einer Skepsis gegenüber Formen der Akzeleration an Popularität gewann.
Excerpt
Table Of Contents
Details
- Pages
- XII, 214
- Publication Year
- 2021
- ISBN (Hardcover)
- 9781789979367
- ISBN (PDF)
- 9781800792197
- ISBN (ePUB)
- 9781800792203
- ISBN (MOBI)
- 9781800792210
- DOI
- 10.3726/b18028
- Language
- German
- Publication date
- 2021 (June)
- Keywords
- Erzählstruktur Vormärz Unterhaltungsliteratur Heimatliteratur TV-Heimat Auerbach Meyr Anzengruber Keller Immermann Ludwig Mörike Droste Hülshoff Ebner-Eschenbach Marlitt Rosegger Strittmatter Hansen Zeh Peters Hans-Joachim Hahn Die Dorfgeschichte
- Published
- Oxford, Bern, Berlin, Bruxelles, New York, Wien, 2021. XII, 214 S., 2 s/w Abb.
- Product Safety
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