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Facetten der Mehrsprachigkeit / Reflets du plurilinguisme

Die Wahl der Sprachen: Luxemburg in Europa / Le choix des langues : le Luxembourg à l'heure européenne

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Michael Langner and Vic Jovanovic

Worin besteht die europäische Mehrsprachigkeit? Was sind die Spezifika individueller Mehrsprachigkeit in Europa? Welche Beispiele für institutionelle Mehrsprachigkeit gibt es an europäischen Universitäten und Schulen? Und wie mehrsprachig ist das Sprachenlaboratorium Luxemburg? Wie sehen verschiedene Luxemburger Institutionen die Sprachensituation? Und wie schlägt sich Mehrsprachigkeit in literarischen Texten nieder? Mehrsprachigkeit und Interkulturalität bilden eine wesentliche Referenz der Erziehungslandschaft in Luxemburg und durchwirken alle Fachbereiche. Die Beiträge dieses Sammelbandes stellen grundlegende und zum Teil konkurrierende Aspekte dieser Entwicklung vor, die sich europäisch verstehen.

Le sujet de la publication évoque les divers aspects du plurilinguisme que ce recueil rassemble en mettant l’Europe et le Luxembourg au centre de ses réflexions. Quelles sont les réalités et les spécificités d’un plurilinguisme individuel européen ? Comment est-il vécu de façon institutionnalisé et exemplaire au sein d’universités et d’écoles en Europe ? Comment faut-il imaginer le plurilinguisme du Luxembourg en tant que laboratoire langagier ? De quelle façon cette situation est-elle vécue par les institutions luxembourgeoises ? De quelle manière impacte-t-elle les fictions littéraires ? Le plurilinguisme et l’interculturalité constituent d’évidentes prémisses du profil de l’éducation luxembourgeoise dont ils conditionnent toutes les expertises. Les communications de cette publication font le tour d’horizon de cette évolution à travers ses fondements parfois concurrentiels qui se veulent européens.

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Die Eliten und ihr Volk – das Sprachendilemma: Was das Abstimmungsergebnis zum Ausländerwahlrecht uns lehrt

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Seit dem Referendum teilen sich die Luxemburger auf in ein Ja- und ein Nein-Lager. Dies hat den Protagonisten des Ja die bislang unübliche Bezeichnung Elite eingebracht, womit die ‚forces vives de la nation‘ bezeichnet werden: eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Gruppierung aus liberalen, weltoffenen und proeuropäischen Bessergestellten. Oft mit Arroganz in Verbindung gebracht, soll der Begriff hier wertneutral benutzt werden. Ihr gegenüber steht die Masse der Luxemburger Bevölkerung, hier als Bürger oder Volk bezeichnet. Diese durch das Referendum entstandene Differenzierung ist jedoch nicht willkürlich. Sie ist die Folge einer risikofreudigeren, weniger konsensuellen und pluralistischeren Regierungspolitik, die eher bereit ist, Bruchkanten bei der Entscheidungsfindung zu offenbaren.

« Une nouvelle polarité s’instaure, au-delà du clivage gauche-droite, entre ceux qui adhèrent à des attitudes ‚fermées‘ et ceux qui adhèrent à des attitudes ‚ouvertes‘, visant par là d’un côté ceux qui adhèrent à l’Europe, à la mondialisation, l’âge postindustriel, au mélange des cultures … »

Wäre diese vor Jahren getätigte Aussage des Politikwissenschaftlers Pascal Perrineau2 zu den Ursachen eines vermehrt rechtsextrem wählenden Frankreichs auf das Wahlverhalten der Luxemburger am 7. Juni zum Einwohnerwahlrecht anwendbar? Die Frage darf gestellt werden. ← 265 | 266 →

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