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Simpliciana XXXVIII (2016)

Series:

Peter Heßelmann

Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält 19 Vorträge, die während der interdisziplinären Tagung zum Thema «Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit» vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus fanden zehn weitere Beiträge Eingang in das neue Jahrbuch. In der Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» werden wie gewohnt Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu weiteren Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit veröffentlicht.

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Bericht über die Tagung „Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit“, 23.–25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen (Peter Heßelmann)

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Bericht über die Tagung „Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit“, 23.–25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen

Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltete vom 23. bis zum 25. Juni 2016 in Oberkirch und Renchen eine interdisziplinär orientierte Tagung zum Thema „Schuld und Sühne im Werk Grimmelshausens und in der Literatur der Frühen Neuzeit“. Nach einem Grußwort von Matthias Braun, Oberbürgermeister der Stadt Oberkirch, wurde die Tagung vom Präsidenten der Grimmelshausen-Gesellschaft eröffnet.

Der Vortragsreigen begann mit Dirk Niefanger (Erlangen), der sich der Darstellung von Scham- und Schuldgefühlen in Grimmelshausens Simplicissimus widmete. Den theoretischen Hintergrund seiner Interpretation von ,Schamgeschichten‘ im Roman bildete die von Norbert Elias entwickelte sozio- und psychogenetisch ausgerichtete Theorie über den Prozess der Zivilisation sowie die daran geübte Kritik von Hans Peter Duerr. Es gelang Niefanger, eine Typologie der Scham im Simplicissimus herauszuarbeiten, die fünf für die narratio wichtige Aspekte umfasst. Klaus Haberkamm (Münster) konzentrierte sich auf ← 617 | 618 → den Kapitalverbrecher Olivier und stellte den „gottlosen Machiavellisten“ als Romanfigur vor, die für sich keinerlei Sühne in Anspruch nimmt. Die Olivier-Episode wurde als Gegenentwurf zu den simpli-cianischen Bekehrungsgeschichten interpretiert. In seiner anarchischen Lebensweise, in der Normen der christlichen Moral ignoriert werden, erscheint der Misanthrop als abschreckende Kontrastfigur. Dem Thema der Erbsünde und dem Phänomen des Bösen im Werk Grimmelshausens näherte sich Friedrich Gaede (Freiburg) in einem perspektivenreichen Vortrag. Als zentraler Schl...

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