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Kulturbegegnung und Kulturkonflikt im (post-)kolonialen Kriminalroman

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Edited By Michaela Holdenried, Barbara Korte and Carlotta von Maltzan

Kriminalliteratur bietet seit längerem ein Forum für die Behandlung schon ‚klassischer‘ postkolonialer Themen. So lassen sich die ProtagonistInnen vielfach als hybride Subjekte beschreiben, und die Suche nach ‚historischer Wahrheit‘ bedarf einer anderen Substruktion als der einfachen Antithetik von Gut und Böse. Darüber hinaus sind die im Verschwinden begriffenen ehemals klar getrennten kolonialen Räume in postkolonialer Kriminalliteratur zwar solche des Kulturkonflikts; die ‚liminalen‘ Räume, die Kontaktzonen, mutieren aber keineswegs ersatzweise zu idyllischen Orten: Vielmehr sind sie gegen Konflikte ebenso wenig gefeit. Kriminalliteratur ist daher ein ideales Labor für postkoloniale Narrative, die Elemente postmoderner Ästhetik mit einem starken Interesse an sozialen Ungleichgewichten verbinden.
Der Band versammelt zwölf auf Deutsch und Englisch verfasste wissenschaftliche Beiträge zum postkolonialen Kriminalroman sowie ein Interview mit dem südafrikanischen Krimiautor Deon Meyer.

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Rolf Annas ist Associate Professor für Deutsch am Department of Modern Foreign Languages der University of Stellenbosch und Mitherausgeber des eDUSA. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutsche Migration nach Südafrika, Deutsch als Fremdsprache, Kinder- und Jugendliteratur, Landeskunde und Übersetzung. Veröffentlichungen (Auswahl): Dazugehören oder nicht? 150 Jahre deutsche Sprache und Kultur am Kap. Acta Germanica 43 (2015), 79–89; (als Hg.): Deutsch als Herausforderung. Fremdsprachenunterricht und Literatur in Forschung und Lehre. Festschrift für Rainer Kussler. Stellenbosch 2004.

Joachim Grage, Prof. Dr., ist Professor für Nordgermanische Philologie (Neuere Literatur- und Kulturwissenschaft) am Skandinavischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Literarische Naturdiskurse, Intermedialität von Literatur und Musik, Performativität und literarische Praktiken, skandinavische Jugendliteratur. Ausgewählte Publikationen: Chaotischer Abgrund und erhabene Weite. Das Meer in der skandinavischen Dichtung des 17. und 18. Jahrhunderts. Göttingen 2000; gem. mit Stephan Michael Schröder als Hg.: Literarische Praktiken in Skandinavien um 1900. Fallstudien. Würzburg 2012, sowie: Milieus, Akteure, Medien. Zur Vielfalt literarischer Praktiken um 1900. Würzburg 2013

Stefan Hermes, Dr. phil., ist Studienrat im Hochschuldienst am Institut für Germanistik der Universität Duisburg-Essen. Promotion 2009 in Hamburg mit der Arbeit ,Fahrten nach Südwest‘. Die Kolonialkriege gegen die Herero und Nama in der deutschen Literatur (1904–2004), Würzburg 2009. Herausgabe mehrerer Sammelbände, darunter (gemeinsam mit Sebastian Kaufmann) Der ganze Mensch – die ganze Menschheit. Völkerkundliche Anthropologie, Literatur und Ästhetik um 1800, Berlin/Boston 2014. Zahlreiche Aufsätze zur Literatur des...

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