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Patentschutz und Innovation

Eine ökonomische Analyse aus globaler und nationaler Sicht

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Christoph Kilchenmann

Der Wohlstand von Nationen basiert auf deren Fähigkeit, innovative Produkte herzustellen: Nicht rohstoffreiche Länder gehören heute zu den wohlhabendsten, sondern Länder mit Erfindern und Unternehmen, die ihre Produkte ständig verbessern und mit neuen Funktionen versehen. Erfindungspatente gelten daher als wichtigstes Instrument der Wirtschaftspolitik, um Innovation zu fördern. Welche Bedeutung hat also das Patentrecht für das Wirtschaftswachstum? In Patentschutz und Innovation werden Wirkungen und Nebenwirkungen von Patenten analysiert und alternative wirtschaftspolitische Massnahmen – etwa staatliche Förderprogramme oder Innovationspreise – diskutiert. Einen Schwerpunkt bildet die Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen einer national orientierten Innovationspolitik in einem globalen Umfeld. Der Ruf nach einer Stärkung des Patenschutzes wie auch dessen Ausdehnung auf neue Gebiete, beispielsweise Softwareentwicklung oder Biotechnologie, wird unter diesem Aspekt einer vertieften Prüfung unterzogen. Der Autor erörtert Anreize und Verhalten von Erfindern, Unternehmen, Patentanwälten sowie des Patentamtes und der Justiz. Aus der Analyse leitet er Empfehlungen zuhanden der Wirtschaftspolitik ab.

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Hauptergebnisse - 319

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Hauptergebnisse Wie hängen Patentschutz und Innovation zusammen und welche Rolle kann der Patentschutz als Mittel zur Innovationsförderung generell und speziell in einer kleinen offenen, aber industrialisierten Volkswirtschaft spielen? Diese Fragen standen im Zentrum der Analyse. In der Einleitung wurde das Thema der Untersuchung anhand von sieben Fragen abgesteckt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden hier – in pointierter Form – durch die Beantwortung dieser Fragen zusammengefasst. Frage 1 Inwiefern vermag das Patentrecht einen Beitrag zu Innovationsfä- higkeit und Produktivität einer Volkswirtschaft zu leisten, dadurch den tech- nischen Fortschritt zu beschleunigen und langfristiges Wirtschaftswachstum zu gewährleisten? Welchen marginalen Effekt hat dabei die Ausdehnung des Patentschutzes? Begrenzte natürliche Ressourcen sowie die abnehmende Grenzprodukti- vität des (physischen) Kapitals führen dazu, dass allein die kontinuierliche Erfindung neuer Produktionsverfahren oder neuer Güter, die noch unbe- friedigte Bedürfnisse stillen, langfristiges Wachstum ermöglichen kann. Dies gilt für alle Länder, die bereits hochentwickelt sind, d. h. in tech- nischer Hinsicht keinen «Nachholbedarf» aufweisen. Mit der blossen Imitation von bereits weitherum verwendeter Technik lässt sich keine hohe Wertschöpfung erzielen (vgl. Kap. 2). Technisches Wissen ist ein im- materieller Produktionsfaktor, was ihn von anderen, physisch limitierten Produktionsfaktoren (Arbeit, natürliche Ressourcen, Kapital) unterschei- det. Eine der charakteristischen Eigenschaften dieses Produktionsfaktors ist, dass dessen Hersteller (der Erfinder bzw. Investor) den Ertrag in einer freien Wirtschaft nur zu einem Teil sichern kann, da die Ubiqui- tät von Wissen die Nachahmung erleichtert und die Konkurrenz den Ertrag schmälert. Dies f...

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