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Soziale Arbeit in Gesellschaft

Teil der Lösung – Teil des Problems?

Edited By Bernhard Haupert, Susanne Maurer, Sigrid Schilling and Franz Schultheis

Die tief greifenden sozialen und ökonomischen Veränderungen der europäischen Gegenwartsgesellschaften werfen verstärkt die Frage nach der Rolle der Sozialen Arbeit «in» der Gesellschaft und dem Verhältnis Sozialer Arbeit «zu» Gesellschaft auf. Dabei gilt es zu fragen, wie Soziale Arbeit disziplinär, professionell und institutionell auf die aktuellen gesellschaftlichen Prozesse reagiert, wie sie den vorherrschenden politischen und ökonomischen Diskursen begegnet und was sie ihnen womöglich auch entgegnet.
Auf welches gesellschaftstheoretische, professionstheoretische und berufsethische Fundament kann und will sich Soziale Arbeit im «neoliberalen» Zeitalter beziehen? Diese Frage wird in den Beiträgen dieses Buches vielfältig reflektiert.

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BERNHARD HAUPERT / SUSANNE MAURER /SIGRID SCHILLING / FRANZ SCHULTHEIS Einleitung 7

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7Einleitung BERNHARD HAUPERT / SUSANNE MAURER / SIGRID SCHILLING / FRANZ SCHULTHEIS Das vorliegende Buch versammelt die Beiträge und Diskussionen der letztjährigen Summer School an der FHNW (Fachhochschule Nordwestschweiz), die zum Thema Soziale Arbeit in Gesellschaft – nationale und internationale Perspektiven stattfand. Die Sum- mer School wird jährlich von der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz in Kooperation mit der Ka- tholischen Hochschule für Soziale Arbeit Mainz und der Philipps- Universität Marburg veranstaltet. Thematischer Ausgangspunkt war die Analyse der sich seit den 1980er-Jahren vollziehenden tief greifenden Veränderung in der Struktur der Gegenwartsgesellschaften und deren Konsequenzen für die Soziale Arbeit: Ausgelöst durch ökonomische, wohlfahrts- staatliche und sozialpolitische Entwicklungen verändert die „neo- kapitalistische Wende“ die Binnenstruktur des Sozialen selbst und zieht damit gravierende Veränderungen für soziale Professionen nach sich. Diese Veränderungen betreffen mehr oder weniger alle Staatengemeinschaften der sich im Globalisierungstaumel befind- lichen Welt. Die alten und traditionellen Industriestaaten der Nord- halbkugel sind jedoch in besonderer Weise betroffen, da deren fundamentale Gründungsprinzipien (Menschenrechte, Freiheits- rechte, Sozialstaatlichkeit, Soziale Gerechtigkeit, politische Partizi- pation, Gewaltenteilung, Nationalstaatlichkeit et cetera), die mit den Ideen der Aufklärung entfaltet wurden, nunmehr grundsätz- lich zur Disposition stehen. Die sich neu formierenden Industrie- staaten in Asien und in Südamerika wie auch die sogenannten Konversionsstaaten im Einflussbereich der ehemaligen Sowjet- 8 Einleitung union kommen erst gar nicht in den Genuss dieser – eigentlich universell gedachten – Rechte. Es zeigen sich neue Formen sozialer Ausgrenzung, die mit prek...

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