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Soziale Arbeit in Gesellschaft

Teil der Lösung – Teil des Problems?

Edited By Bernhard Haupert, Susanne Maurer, Sigrid Schilling and Franz Schultheis

Die tief greifenden sozialen und ökonomischen Veränderungen der europäischen Gegenwartsgesellschaften werfen verstärkt die Frage nach der Rolle der Sozialen Arbeit «in» der Gesellschaft und dem Verhältnis Sozialer Arbeit «zu» Gesellschaft auf. Dabei gilt es zu fragen, wie Soziale Arbeit disziplinär, professionell und institutionell auf die aktuellen gesellschaftlichen Prozesse reagiert, wie sie den vorherrschenden politischen und ökonomischen Diskursen begegnet und was sie ihnen womöglich auch entgegnet.
Auf welches gesellschaftstheoretische, professionstheoretische und berufsethische Fundament kann und will sich Soziale Arbeit im «neoliberalen» Zeitalter beziehen? Diese Frage wird in den Beiträgen dieses Buches vielfältig reflektiert.

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PATRICK OEHLER / STEPHANIE WEISS Partizipation in sich verändernden Planungsprozessen: Handlungsfelder für die Soziale Arbeit in der Stadt- und Quartiersentwicklung 97

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9 7 Partizipation in sich verändernden Planungsprozessen: Handlungsfelder für die Soziale Arbeit in der Stadt- und Quartiersentwicklung PATRICK OEHLER / STEPHANIE WEISS Die Diskurse zur „unternehmerischen Stadt“ oder „neoliberalen Stadt“ weisen auf eine markante Neuausrichtung in der Logik und Gestaltung von Stadtentwicklungsprozessen hin. Seit etwa zehn Jahren, so die zentrale Argumentation, kommt es zunehmend zu Vermischungen von staatlich-ökomischen Interessen, standort- bezogenen Wettbewerbsinszenierungen sowie neuen Kooperations- und Partizipationsformen durch verschiedene Akteurinnen und Akteure, die unterschiedlich motiviert sind. Diese Prozesse zeigen, wie eine städtische Gesellschaft mit demokratischen Formen der Beteiligung umgeht und welche Möglichkeiten zur Mitgestaltung des eigenen (städtischen) Lebensraums jeweils anerkannt werden. Dieser sich wandelnde Kontext widerspiegelt sich besonders deutlich in der Stadt- und Quartiersentwicklung, die, so die These dieses Artikels, zu einem neu zu gestaltenden Handlungs- und Ar- beitsfeld für die Soziale Arbeit wird – einer aus der Profession heraus entwickelten planungsbezogenen Sozialen Arbeit (vgl. Oehler/Dril- ling, 2010). An diese Überlegungen knüpft der vorliegende Beitrag an und diskutiert Möglichkeiten, Bedingungen und Perspektiven einer pla- nungsbezogenen und partizipativen Rolle der Sozialen Arbeit: Wie begegnet die Soziale Arbeit den sich verändernden Stadt- und Quartiersentwicklungsprozessen? Auf welche Formen der Parti- zipation kann sie als „planende Akteurin“ zurückgreifen? Besitzt 9 8 sie die dafür notwendigen Wissensbestände und Kompetenzen? Verhält sie sich reaktiv, oder gestaltet sie diese partizipativen Ent- wicklungen als Disziplin und Profession nach eigenen Vorstellun- gen, das heisst aus ihrem Professionsverständnis heraus mit, und wie könnte sie diese...

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