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Medienwissenschaft

Teil 8: Verständigung über die Verständigung - Aspekte der Medienkompetenz

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Reiner Matzker and Ursula Dreyer

Städtische Bemühungen um Verständigung über gegenwärtige und künftige Attraktivität in den Bereichen Kultur und Bildung setzten Impulse für diesen Forschungsbericht, der Fragen der menschlichen Kommunikation und der Verständigung durch Medien allgemeinwissenschaftlich berührt. Der Bericht entstand durch Anregungen aus Gesprächen zur Konzipierung und Planung einer Medienkompetenz-Messe des Landes Bremen. Kommunikationsfachleute, Unternehmer, Kulturvermittler, Politiker und Wissenschaftler diskutierten in einem längeren Arbeitsprozess die Optimierung medialer Verständigungsleistungen. Die Aufarbeitung dieser Gespräche in einer interdisziplinären Veröffentlichung zu Faktoren optimierter Kommunikation lag nahe. Entsprechend werden ästhetische und analytische Bezüge der Kommunikation aus natur-, technik- und geisteswissenschaftlichen Perspektiven diskutiert. Theoretische und praktische Beispiele zeigen, in welcher Form über Qualität und Attraktivität der Verständigung nachgedacht wird. Damit leistet der Bericht in einer Zeit vermeintlich grenzenloser Kommunikationsmöglichkeiten einen essentiellen Beitrag, um die aktuellen Medienkompetenzdebatten entscheidend voranzubringen.

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Heinrich F. Jennes Verständigung am Boden – Bericht vom territorialen Entwurf – 157

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157 Heinrich F. Jennes VERSTÄNDIGUNG AM BODEN – BERICHT VOM TERRITORIALEN ENTWURF – 1. Entwerfen ohne Gegenstand Als Entwurfslehrer war mir aufgefallen, wie zäh die Studenten vergaßen, den Erdgeschossgrundriss eines Gebäudes zu entwerfen zusammen mit dem anliegenden Umfeld, mit der Erschließung, den Bedingungen des Bodens, seiner inneren Struktur und äußeren Oberfläche. Gleichzeitig fiel mir auf, dass die am Ende hervorragenden Arbeiten meistens beginnen mit sehr flüchtigen, undeutlichen Skizzen, manchmal verbunden mit weitschweifigen verbalen Kommentaren, die oft im Ungefäh- ren, Naiven, Spekulativen, Phantastischen, Idiosynkratischen blieben, ab- wechselnd mit vereinzelten Funktions- und Handlungsbeschreibungen, so dürftig, dass mich zuweilen der Gedanke beschlich, der Student wäre zu faul gewesen, seine Ideen zeichnerisch niederzulegen, geschweige denn durchzu- arbeiten, denn noch beim dritten Treffen schien kaum etwas deutlicher ge- worden zu sein. Relativ selten kam es zu einem kontinuierlichen Prozess der Konkretisierung, der Annäherung von Idee und Sichtbarem, wie er das Hauptanliegen der Entwurfsausbildung ist. Häufig gärte die Idee ungegen- ständlich im Funktionalen, Blicke nach hier, Verweilen dort, Erschließung in dieser Richtung, sich abschließen gegen, sich öffnen zu, fast anthropogen verbleibende Erwägungen. Korrekturtermine wurden nur selten wahrge- nommen, erst ganz am Ende kam es zu gültigen, gelungenen Plänen und arbeitsreicher, qualitätsvoller Darstellung. Es war beim Entwerfer eine gewisse Lust am Ort zu verspüren, eine Lust, sich dort Bewegungen und Handlungen vorzustellen, die am Ende einflussreich und schlüssig zur Komposition führten. Zwar konnte ich dabei...

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