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Dante deutsch

Die deutsche Dante-Rezeption im 20. Jahrhundert in Literatur, Philosophie, Künsten und Medien

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Edited By Michael Dallapiazza and Annette Simonis

Der vorliegende Band erkundet die deutsche Dante-Rezeption in der Literatur und den Künsten im 20. Jahrhundert. Er dokumentiert anhand von verschiedenartigen Beispielen die Vielfalt der von der Divina Commedia ausgehenden künstlerischen Anregungen in Moderne und Gegenwart. Besondere Berücksichtigung finden namhafte Autoren wie Thomas Mann, Hugo von Hofmannsthal, Franz Werfel, Arno Schmidt, Peter Weiss, Günter Grass sowie Durs Grünbein. Ferner eröffnet der Band weitere Ausblicke auf die Dante-Rezeption in der Musik, in der Graphic Novel, in Island sowie im Werk von Primo Levi. Die Beiträge gehen aus einer Tagung hervor, die im Oktober 2012 an der JLU Gießen in Kooperation mit der Universität Urbino stattgefunden hat.

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Abstracts und Keywords 155

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Abstracts und Keywords Annette Simonis „Ein Traum von einer schmalen Lorbeerkrone“. Zur Dante-Rezeption bei Thomas Mann und Hugo von Hofmannsthal Der Beitrag betrachtet die Dante-Rezeption bei Hugo von Hofmannsthal und Thomas Mann unter einer vergleichenden Perspektive, zumal beide Autoren Dantes Divina Commedia zunächst unter den Vorzeichen des europäischen Fin de Siècle rezipieren. Dabei adaptieren sie den Danteschen Text in ihren Gedichten und Essays nicht allein unter formalästhetischen und thematischen Gesichtspunkten, sondern auch unter dem Aspekt einer intensiven poetischen Selbstreflexion. Noch im Doktor Faustus schreibt sich Thomas Mann auf subtile Weise in die Nachfolge der Danteschen Reise durch die drei Jenseitsreiche ein. Keywords: Hugo von Hofmannsthal, Thomas Mann, Dante-Rezeption, Fin de Siècle, ästhetische Selbstreflexion, Doktor Faustus Michael Dallapiazza Franz Werfels Stern der Ungeborenen Der Beitrag behandelt den letzten Roman Franz Werfels als herausragendes Beispiel der deutschsprachigen Exilliteratur. Werfel wählt in Stern der Ungeborenen bewusst die literarische Fiktion, diejenige einer Traumreise in das Jahr 101943, als für ihn einzige Möglichkeit, das Grauen der Naziherrschaft und das Exil in Worte zu fassen und gegen das Vergessen anzuschreiben. Der Roman stellt sich explizit in die Traditi- on Dantes, auf den in vielfacher Weise Bezug genommen wird. Wie Dante beschreibt auch Werfel in der Fiktion der Reise in unerreichbare Gebiete und Zeiten letztlich die eigene Gegenwart. Keywords: Danterezeption, Fiktion, Exilliteratur, Reiseliteratur, Utopische Literatur, Europa unter nationalsozialistischer Herrschaft, Vernichtungslager, Weltuntergangs- visionen. Robert Weninger Kontrafakturen: Arno Schmidts Göttliche Komödien Der Beitrag untersucht Arno Schmidts Rezeption von Dantes...

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