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Der Hoheliedkommentar und die «Expositio de muliere forte» Brunos von Segni

Einführung, kritische Edition mit synoptischer Übersetzung und Kommentar

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Ruth Affolter-Nydegger

Der Hoheliedkommentar Brunos von Segni steht hermeneutisch weitgehend in der patristischen Tradition, die dem Mitstreiter Gregor VII. durch Beda und vor allem durch Haimo von Auxerre vermittelt wurde. Auch Brunos Hoheliedkommentar ist durchwegs heilsgeschichtlich-ekklesiologisch-pastoral ausgerichtet. Vorgeschaltet ist eine Auslegung der Schlusspartie der Sprüche Salomos, das «Lob der tüchtigen Frau», die hier wie die Hoheliedbraut als (Vor-) Bild für die Kirche gedeutet wird. Brunos Text ist pointiert-knapp gehalten und wirkt höchst lebendig; seine kirchenpolitischen und pastoraltheologischen Anliegen sind unübersehbar. Formal stellt der Kommentar ein Prosimetrum dar: Der Prosatext ist mit Gedichten teils lehrhaften, teils lyrischen Charakters durchsetzt.
Die Einführung dieser Studie enthält historische und hermeneutische Sachinformationen wie auch Ausführungen zu den exegetischen und stilistischen Eigenheiten des Textes. Dem lateinischen Text ist synoptisch eine deutsche Übersetzung beigegeben. Die textbegleitenden Kommentare führen Vergleichsstellen an und erläutern das exegetische Vorgehen. Synoptische Übersetzung und Erläuterungen eröffnen einem erweiterten Leserkreis den Zugang.

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50 R ut h A ff ol te r- N yd eg ge r D er H oh el ie dk om m en ta r un d di e „E xp os it io d e m ul ie re fo rt e“ B ru no s vo n Se gn i 50 Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters Herausgegeben von Peter Stotz Peter Lang Ruth Affolter-Nydegger Der Hoheliedkommentar und die „Expositio de muliere forte“ Brunos von Segni Einführung, kritische Edition mit synoptischer Übersetzung und Kommentar 50 Lateinische Sprache und Literatur des Mittelalters Der Hoheliedkommentar Brunos von Segni steht hermeneutisch weitgehend in der patristischen Tradition, die dem Mitstreiter Gregor VII. durch Beda und vor allem durch Haimo von Auxerre vermittelt wurde. Auch Brunos Hoheliedkommentar ist durchwegs heilsgeschichtlich-ekklesiologisch-pastoral ausgerichtet. Vorgeschaltet ist eine Auslegung der Schlusspartie der Sprüche Salomos, das „Lob der tüchtigen Frau“, die hier wie die Hoheliedbraut als (Vor-) Bild für die Kirche gedeutet wird. Brunos Text ist pointiert-knapp gehalten und wirkt höchst lebendig; seine kirchenpolitischen und pastoraltheologischen Anliegen sind unübersehbar. Formal stellt der Kommentar ein Prosimetrum dar: Der Prosatext ist mit Gedichten teils lehrhaften, teils lyrischen Charakters durchsetzt. Die Einführung dieser Studie enthält historische und hermeneutische Sachinformationen wie auch Ausführungen zu den exegetischen und stilistischen Eigenheiten des Textes. Dem lateinischen Text ist synoptisch eine deutsche Übersetzung beigegeben. Die text- begleitenden Kommentare führen Vergleichsstellen an und erläutern das exegetische Vorgehen. Synoptische Übersetzung und Erläuterungen eröffnen einem...

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