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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXVI. Jahrgang / 2014

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Edited By Peter Heßelmann

Den Schwerpunkt dieses Bandes der Simpliciana bilden vierzehn Vorträge, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Chiffrieren und Dechiffrieren in Grimmelshausens Werk und in der Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2014 in Gelnhausen gehalten wurden. Fünf weitere Studien ergänzen unser neues Jahrbuch. Die Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» bietet wie gewohnt einige Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.
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Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Keuscher Joseph. Roman. Aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts und mit einem Nachwort von Reinhard Kaiser. (Klaus Haberkamm)

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Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Keuscher Joseph. Roman. Aus dem Deutschen des 17. Jahrhunderts und mit einem Nachwort von Reinhard Kaiser. Berlin: Die Andere Bibliothek 2014 (Kometen der Anderen Bibliothek 8). 156 S.

Diese mutige Entscheidung des Verlags dürfte aus ‚literaturstrategischen‘, d. h. nicht primär kommerziellen Gründen erfolgt sein. Zwar nicht ohne den Schub vorausgegangenen Markterfolges, soll diesmal vor allem dem nicht wissenschaftlich interessierten Lesepublikum ein noch weitgehend unbekannter Grimmelshausen in seiner vielfältigen Produktivität, wenigstens ansatzweise, nahegebracht werden: Nachdem 2012 der simplicianische Zyklus mit den beiden Teilen des Wunderbarlichen Vogel-Nests als den Büchern neun und zehn in der „Anderen Bibliothek“ abgeschlossen war (Bände 296, 310 und 328), folgt jetzt nach nur zwei Jahren, vielleicht überraschend, der Keusche Joseph als erster, offiziell noch nicht simplicianischer Roman des Autors (ursprünglich 1666, vordatiert auf 1667). ‚Übersetzer‘ innerhalb der Muttersprache ist einmal mehr wie schon durchgängig zuvor – und hier liegt sicherlich ein wesentlicher Schlüssel für die Rechtfertigung des publizistischen Wagnisses – der vielfach ausgezeichnete Frankfurter Reinhard Kaiser. Ihm ist es nachweislich gelungen, beeindruckend viele Literaturfreunde, die von akademischen Werkausgaben wie zuletzt derjenigen Dieter Breuers nicht zu erreichen gewesen wären, mit seinen ebenso kompetenten wie eingängigen Übertragungen für den Dichter des Barock erstmals oder erneut zu gewinnen. Damit bleibt weiterhin der Simplicissimus Teutsch, der von vornherein ein Bestseller mit mehreren Auflagen war, der einzige deutschsprachige Roman des 17. Jahrhunderts, der zur Weltliteratur gezählt werden darf. Doch er steht nun...

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