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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXVII. Jahrgang / 2015

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Dieser Jahrgangsband der Simpliciana enthält elf Vorträge, die während der Tagung zum Thema Grimmelshausens Der seltzame Springinsfeld Mitte Juni 2015 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Sieben weitere Beiträge ergänzen das neue Jahrbuch. Die Rubrik «Rezensionen und Hinweise auf Bücher» bietet Besprechungen von Neuerscheinungen zum simplicianischen Erzähler, zu anderen Autoren und zur Literatur- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.
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Memoiren der Kurfürstin Sophie von Hannover. Ein höfisches Lebensbild aus dem 17. Jahrhundert. Hrsg. von Martina Trauschke und aus dem Französischen übersetzt von Ulrich Klappstein.

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Göttingen: Wallstein 2014. 204 S.

Die Lebenserinnerungen der Kurfürstin Sophie von Hannover (1630–1714) sind im Jahr 2014 in einer neuen, schön präsentierten Ausgabe im Wallstein Verlag erschienen. Nach der letzten Übersetzung aus dem Jahr 1913 legt nun der Göttinger Verlag eine Neuübersetzung der Memoiren zum 300. Todestag der Kurfürstin Sophie mit einem kleinen Literaturverzeichnis, einer Zeittafel, einem ausführlichen Textkommentar, einer Einleitung der Herausgeberin und mit Anmerkungen zur Textgestalt und zur Übersetzung (von Ulrich Klappstein) vor.

Der Text spiegelt an fast jeder Stelle die individuelle Sicht der Verfasserin wider; es handelt sich um persönliche Aufzeichnungen von erlebten Begebenheiten und somit werden diese persönlichen Eindrücke der Kurfürstin bzw. die Reflexion hierüber naturgemäß in den Vordergrund gestellt, wobei das aristokratische Rollenverständnis und die persönliche Voreingenommenheit der Verfasserin an vielen Stellen greifbar ist. Trotzdem liefert der neu übersetzte Text für Literaturwissenschaftler brauchbare Hinweise für das Selbstverständnis der Epoche, selbst wenn die geschilderten Vorkommnisse, die in den Lebenserinnerungen verarbeitet und präsentiert werden, in der Regel nicht belegt werden. Sophie, die Tochter Friedrichs V. von der Pfalz und dessen Gemahlin Elisabeth Stuart, reflektiert im gesetzten Alter von 50 Jahren ihr bisheriges Leben und Wirken aus ihrer subjektiven Sicht. Sie beschreibe dabei in ihren Memoiren eine „Aristokratie des Geistes“ – so Martina Trauschke in ihrer dem Text der Memoiren vorgeschalteten Einleitung. In der Tat äußert sich Sophie zu manchen Sittenfragen und zur Hofetikette...

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