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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft- XXXV. Jahrgang / 2013

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In Band 35 (2013) der Simpliciana werden sechzehn Vorträge veröffentlicht, die während einer Tagung mit dem Rahmenthema «Der Teutsche Michel. Kulturpatriotismus und Sprachverhalten im Werk Grimmelshausens und in der oberrheinischen Literatur der Frühen Neuzeit» Mitte Juni 2013 in Oberkirch und Renchen gehalten wurden. Darüber hinaus erscheinen in diesem Jahrbuch drei weitere Beiträge zum Werk des simplicianischen Autors und ein Aufsatz zum Fortleben der Figur des deutschen Michels in Karikatur und Volkskunde in Böhmen. Der Rezensionsteil berichtet wie gewohnt über Neuerscheinungen zu Grimmelshausen und zur Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit.
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Johann Heinrich Schills Der Teutschen Sprach Ehren-Krantz (1644) im Kontext seiner Zeit: Dieter Martin

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DIETER MARTIN (Freiburg)

Johann Heinrich Schills Der Teutschen Sprach Ehren-Krantz (1644) im Kontext seiner Zeit

Der Ehren-Krantz, den Johann Heinrich Schill im Jahre 1644 der Teutschen Sprach gewunden hat, verdient nicht nur deshalb Aufmerksamkeit, weil er der umfangreichste sprachpatriotische Beitrag der oberrheinischen Literatur aus dem mittleren 17. Jahrhundert ist, sondern auch, weil er eine „besondere Stellung im Quellenkomplex“ von Grimmelshausens Teutschem Michel einnimmt: Die Schrift gilt – nach Tommaso Garzonis Piazza universale – als Grimmelshausens „wichtigste Quelle“ für Fragen der Sprachtheorie und der Sprachreformen, des Sprachpatriotismus und des Fremdwortpurismus.1 Da der Ehren-Krantz in der Forschung insgesamt wenig behandelt wurde2 und da das Wirken Schills bislang nur in den Umrissen bekannt ist, die Walter Ernst Schäfer, Wilhelm Kühlmann und Monika Bopp im Zusammenhang ihrer Studien zur Straßburger ,Tannengesellschaft‘ ermittelt haben,3 verfolgt dieser Beitrag ein doppeltes Ziel. Erstens soll der Ehren ← 283 | 284 → Krantz knapp vorgestellt und in den Kontext der zeitgenössischen Sprachpflege-Diskurse eingereiht werden. Zweitens geht es darum, Schills Stellung im Umfeld der Straßburger Kulturpatrioten Johann Matthias Schneuber, Jesaias Rompler von Löwenhalt und Johann Michael Moscherosch genauer als bislang in den Blick zu bekommen.

1.Schills Der Teutschen Sprach Ehren-Krantz

Johann Heinrich Schills circa 400 Seiten umfassendes Buch ist 1644 in Straßburg bei Johann Philipp Mülbe – dem Verleger von Moscheroschs Gesichten – anonym unter folgendem Titel erschienen: Der Teutschen Sprach Ehren-Krantz. Neben einem Namenbuch. Darinnen der bißhero getragene BettelRock der Teutschen Sprach auß: vnd hergegen sie...

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