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Europäische Mehrsprachigkeit in Bewegung: Treffpunkt Luxemburg- Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

Des plurilinguismes en dialogue: rencontres luxembourgeoises

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Sabine Ehrhart

Wie sieht die Zukunft der Mehrsprachigkeit in Europa aus? Kann man Erfahrungen mit einem Typ der Mehrsprachigkeit in einem bestimmten geografischen, politischen und sozialen Kontext auf andere Situationen übertragen? Welche individuellen Wege zur Entwicklung und zum Ausbau von Mehrsprachigkeit begehen Lerner je nach Alter und Erfahrung? Wie können Lehrer und Dozenten in Lehrerbildungsprogrammen dazu beitragen, dass ihre Schüler und Studierenden leichter auf andere Sprachen und Kulturen zugehen? Wie können wir eine Arbeitsumgebung gestalten, die kulturelle und sprachliche Vielfalt als Chance ansieht?
Il n’y a pas un plurilinguisme au Luxembourg, mais de multiples façons de définir la richesse en langues et cultures, en fonction des biographies langagières et des trajectoires de vie de tout chacun. Cette vision intégrée des langues et cultures est assez exceptionnelle à l’échelle européenne et il nous a semblé que certains aspects de ce modèle luxembourgeois pourraient être utiles à d’autres pays qui cherchent des moyens d’augmenter leur cohésion sociale. D’une manière pratique, le lecteur est sollicité de mettre en œuvre cette gestion de la diversité en accueillant ce recueil de textes en trois langues qui correspondent entre elles par les contenus, mais pour lesquels il doit lui-même construire les ponts de compréhension interlinguistique.
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Einsatz und Entwicklung von multilingualen Repertoires: Georges L�di

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GEORGES LÜDI

Konkurrierende Vorstellungen von Mehrsprachigkeit bei Laien und Sprachwissenschaftlern

1.Einleitung

Die wachsende Mobilität von bedeutenden Teilen der Weltbevölkerung aus ökonomischen, politischen oder privaten Gründen hat in den post-modernen Gesellschaften zu einer massiven Erhöhung der schon existierenden sprachlichen Vielfalt geführt, nicht zuletzt zu einem nachhaltigen Wandel von homoglossischen zu polyglossischen oder zumindest heteroglossischen1 Gesellschaften mit namhaften „extraterritorialen“ Sprachminderheiten, die meisten davon geprägt von unterschiedlichen Formen von individueller Mehrsprachigkeit.

In den alten und neuen von sprachlicher Vielfalt geprägten Kontexten sind sehr unterschiedliche Vorstellungen („Ideologien“) und Praxen der Kommunikation zu beobachten. Während die einen, wie wir noch sehen werden, auf vielfältige Formen der Ausnutzung mehrsprachiger Ressourcen setzen, halten andere eisern an der Suche nach ← 311 | 312 → einsprachigen Lösungen für die Kommunikationsprobleme der Menschheit fest. Dies hängt nicht zuletzt von den zugrundeliegenden Vorstellungen ab, was denn eine „Sprache“ und was „Mehrsprachigkeit“ bedeutet. Dabei deckt das deutsche Lexem „Mehrsprachigkeit“ Bedeutungsfelder ab, die im französischen (und zunehmend auch im englischen) Sprachraum mit zwei Begriffen belegt sind: Multilinguisme und Plurilinguisme. Der erste bezeichnet zunächst das Phänomen der gesellschaftlichen Mehrsprachigkeit: In einer gegebenen Entität (Kontinent, Staat, Region, Stadt, Unternehmen, etc.) leben und arbeiten Menschen unterschiedlicher Zunge miteinander; dann meint er aber auch das sprachpolitische Konzept der institutionellen Mehrsprachigkeit. Institutionell kann eine gesellschaftlich mehrsprachige Region oder Institution in der Tat durchaus einsprachig sein. Z. B. definiert die französische Verfassung Französisch als...

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