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Testo e ritmi

Zum Rhythmus in der italienischen Sprache

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Edited By Elmar Schafroth and Maria Selig

Rhythmus, die Ordnung der Zeit durch Periodizität, ist eine anthropologische Konstante. Auch in Bezug auf das Sprachliche stellt sich daher die Frage, welche Formen Rhythmus in Sprache und Text annehmen kann und was seine Funktion ist. Die in diesem Band vereinten Beiträge untersuchen rhythmische Phänomene auf den verschiedensten Ebenen der sprachlichen Strukturbildung. Gefragt wird nach der Gegenüberstellung von silben- und akzentzählenden Sprachen, nach den Fortschritten, die neuere rhythmustypologische Theorien in diesem Bereich erbracht haben, nach der Persistenz silben- bzw. akzentrhythmischer Strukturen im Sprachkontakt und nach den Wechselwirkungen zwischen Prosodie und Syntax. Gegenstand der Untersuchung ist außerdem Rhythmus als Erkennungsmerkmal von Textsorten, die Übersetzbarkeit eurythmischer Textstrukturen und die Beziehung zwischen Sprachrhythmus und Musik. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die rhythmische Überformung der Linearität des Sprachlichen mit den körperlichen und kognitiven Grundbedingungen unserer Kommunikation und mit der spezifischen Semantiziät von Sprache und Text auf vielfältige Weise interagiert.

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Barbara Wehr: Syntax und Prosodie: Typen von V-S im Neuitalienischen

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Syntax und Prosodie: Typen von V-S im Neuitalieni- schen Barbara Wehr 1. Theoretische Vorüberlegungen Im Folgenden sollen unterschiedliche Typen der Wortstellung Prädikat1 – Subjekt im Neuitalienischen diskutiert werden, die in der gesprochenen Sprache durch die Prosodie desambiguiert sind, in der geschriebenen Spra- che aber manche Probleme der Identifizierung bieten. Es kann sich ange- sichts des Umfangs der Problematik nur um ein Raster handeln, nach dem die Typen klassifiziert werden, ohne dass auf Einzelheiten eingegangen wer- den kann. Bevor wir die einzelnen Typen präsentieren, müssen zunächst einmal die Parameter der Beschreibung vorgestellt werden, da auf diesem Gebiet eine verwirrende terminologische Vielfalt herrscht. Das betrifft insbesondere die Begriffe ‚Topic‘, ‚Focus‘, ‚neue Information‘, ‚„All new“-Äußerungen‘ und ‚the- tisch‘, die bei der Beschreibung der Wortstellung eine wichtige Rolle spielen. Zu TOPIC: Topic ist eine Diskurskategorie und bezeichnet das Konzept, ‚über das (im Allgemeinen eine längere Zeit) gesprochen wird‘ (Diskurstopic, ‚paragraph topic‘).2 Innerhalb der Grenzen eines Satzes liegt ein Satztopic vor. Subjekte in der Position links vom Verb repräsentieren im Normalfall 1 Bei der Abkürzung hat sich allgemein die Notierung V-S durchgesetzt (nicht P-S). 2 Cf. Barnes (1985: 28ff.). Die Terminologie Thema-Rhema der Prager Schule der Funktionalen Satzperspektive (FSP) verwende ich nicht, da ‚Thema‘ und ‚Rhema‘ nur innerhalb der Satzgrenzen operieren. Ein ‚Thema‘ ist nach Auffassung der FSP auch ausschließlich ‚gegeben‘ (in welcher Bedeutung, ist unklar: ‚identifizierbar durch das Gegenüber‘ oder ‚vorerwähnt‘?), während Topics nach meinem Verständnis durchaus auch...

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