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Wege- und Dienstreisezeiten

Michael Heintz

Das Buch befasst sich mit den Begriffen, den Definitionen und weiteren rechtlichen Problemen der Wege- und Dienstreisezeiten. Schwerpunkte sind die rechtliche Behandlung von Reisezeiten der Dienstreise und betrieblichen Wegezeiten. Der Autor diskutiert die Weisungsrechte des Arbeitgebers, die vergütungsrechtlichen Aspekte der Wege- und Dienstreiszeiten sowie die arbeitszeitrechtliche Behandlung der einzelnen Reisephasen. Darüber hinaus analysiert er die arbeitszeitrechtliche und vergütungsrechtliche Behandlung von Vor- und Nachbereitungszeiten. Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates bei Dienstreise- und Rüstzeiten sowie die arbeitsrechtliche Behandlung der Reisezeiten im Außendienstarbeitsverhältnis runden die Themenstellung ab.

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§ 11 Vergütung von Wegezeiten

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§ 11  Vergütung von Wegezeiten

I.  Einführung

Im Bereich der Wegezeitvergütung sind drei grundlegende Varianten voneinander zu unterscheiden: In der ersten Variante fährt der Arbeitnehmer von seinem Wohnsitz aus die Betriebsstätte an, um dort seine Arbeit zu verrichten. In Variante zwei und drei existiert eine auswärtige Arbeitsstätte, weshalb der Arbeitnehmer zuerst die Betriebsstätte und dann die Arbeitsstätte anfährt (Var. 2) oder auf direktem Weg die auswärtige Arbeitsstätte aufsucht (Var. 3). Hiervon abgesehen stellt sich die Frage der Vergütung innerbetrieblicher Wegezeiten, z. B. dem Weg vom Eingangstor einer Betriebsstätte bis hin zum konkreten Arbeitsplatz.

Im Zuge der Begutachtung ist erneut nach Berufsbildern zu unterscheiden. Handelt es sich um einen typischen Reiseberuf, ist eine andere Bewertung geboten als bei Bauhandwerkern, deren eigentliche Hauptarbeitsleistung nicht das Reisen, sondern die Handwerksleistung ist. Ebenso sind Außendienstarbeitsverhältnisse Sonderformen, hinsichtlich derer es einer besonderen Begutachtung bedarf, denn auch Kundenbesuche von Außendienstmitarbeitern sind per oben genannter Definition – gemessen an Berufsbild und Häufigkeit der Reisezeiten – als betriebliche Wegezeiten und nicht als Dienstreisezeiten zu qualifizieren.

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