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Mündliches und schriftliches Handeln im Deutschunterricht

Wie Themen entfaltet werden

Series:

Ulrike Behrens and Olaf Gätje

Der Band thematisiert die Ausbildung mündlicher und schriftlicher Themenentfaltungsmuster von Schülern im Deutschunterricht. Erzählungen, Beschreibungen, Instruktionen, Argumentationen und Berichte sind im kommunikativen Alltag einer Gesellschaft die Grundformen der thematischen Entfaltung komplexer sprachlicher Äußerungen. Sie werden sowohl schriftlich als auch mündlich realisiert. Im schulischen Deutschunterricht sind solche Themenentfaltungsmuster tradierte didaktische Gattungen des Aufsatzunterrichts und auch im Kompetenzbereich „Sprechen und Zuhören" soll die mündliche Realisierung dieser Muster vermittelt werden. Aber gelten für mündliches Berichten, Argumentieren, Instruieren usw. dieselben Anforderungen wie beim Schreiben? Oder muss man abhängig von der sprachmedialen Realisierung von verschiedenen Mustern mit gleichen Labels ausgehen? Die Beiträge dieses Bandes erkunden das Feld aus textlinguistischer und sprachdidaktischer Sicht neu.

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Themenentfaltung beim textbezogenen Schreiben – zu einer Verbindung von Textrezeption und -produktion

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Abstract: This paper analyzes anaphoric references in 40 text productions by students, and identifies distinctive features of text-related writing that result from the link between reading a text and writing a related text. The paper highlights specific characteristics of the genre, outlines the underlying academic principles as well as the outline of this study, and presents preliminary results.

1.   Einleitung

Aktuell gibt es einige Studien, die sich sprachwissenschaftlich und fachdidaktisch mit der Etablierung und Generierung von Kohärenz (bzw. Kohäsion, je nach zugrundeliegender Definition) bei Schülerinnen und Schülern beschäftigen. Zu nennen sind an dieser Stelle etwa Becker-Mrotzek et al. (2014), deren Fokus auf dem Zusammenhang zwischen den mentalen Fähigkeiten der Kohärenzetablierung und Perspektivübernahme einerseits und den sprachlichen Realisationen der Kohärenzgenerierung und des Adressatenbezuges andererseits liegt, und die Studie von Rothstein et al. (2014, S. 75 ff.), die auf die Auswirkung von Textkohäsion1 auf das Leseverständnis expositorischer Texte hinweisen. Die Untersuchung Turgays (2014, S. 88) gibt Aufschluss über die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, ihre Texte informationsstrukturell adressatengerecht in Hinblick auf die Stellung von Pronomina im Mittelfeld zu gestalten, und Becker und Musan (2014, S. 129) nehmen textrezeptive Aspekte in den Blick, wenn sie auf die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler fokussieren, Kohärenz in Sachtexten zu etablieren. Die vorliegende Untersuchung tangiert zahlreiche dieser Themenbereiche, indem sie fragt, ob Schülerinnen und Schüler beim textbezogenen Schreiben einer Interpretation...

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