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Interne Kapitalmärkte und interne Corporate Governance-Mechanismen

Eine empirische Untersuchung zur Wirkung von Anreizsystemen und Leitungsorganisationsformen auf die Kapitalallokationseffizienz diversifizierter deutscher börsennotierter Unternehmen

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Daniel Fallscheer

Durch geschäftsbereichsübergreifende Kapitalallokationen können diversifizierte Unternehmen Investitionen intern und somit unabhängig vom externen Kapitalmarkt finanzieren. Diese sogenannten internen Kapitalmärkte werden jedoch durchschnittlich ineffizient betrieben. Als eine Ursache werden mehrstufige Prinzipal-Agenten-Konflikte angesehen. Der Autor setzt an dieser Stelle an und untersucht mittels Panelregressionen die Wirkung von internen Corporate Governance-Mechanismen auf die Effizienz interner Kapitalmärkte. Sowohl für wertorientierte Anreizsysteme von Vorständen als auch für personelle Verflechtungen zwischen Vorständen und Geschäftsbereichsleitungen kann er positive Wirkungen auf die Allokationseffizienz nachweisen.

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Kapitel 3 - Forschungshypothesen und Untersuchungsmodell

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Kapitel 3       Forschungshypothesen und Untersuchungsmodell

Zur Disziplinierung des Managements bieten sich im Kontext interner Kapitalmärkte besonders interne Corporate Governance-Mechanismen an (Abschnitt 3.1). Zu den internen Disziplinierungsmechanismen zählen hierbei besonders monetäre Anreizmechanismen (Anreizsysteme) und die Kontrolle der Geschäftsbereiche durch die Unternehmensleitung (Leitungsorganisation). Entlang dieser beiden internen Mechanismen werden nachfolgend systematisch Forschungshypothesen zur Gestaltung effizienter interner Kapitalmärkte abgeleitet (Abschnitt 3.2 und Abschnitt 3.3). Den Abschluss des Kapitels bildet ein Überblick über das Untersuchungsmodell und die Forschungshypothesen (Abschnitt 3.4).

3.1       Corporate Governance-Mechanismen im Überblick

Wie in Abschnitt 2.2.2 bereits ausführlich erläutert, lassen sich ineffiziente interne Kapitalmärkte wesentlich auf Interessenskonflikte und Informationsasymmetrien zwischen den Prinzipalen (Anteilseigner bzw. Unternehmensleitung) und den Agenten (Unternehmens- bzw. Geschäftsbereichsleitung) zurückführen. Um das Delegationsrisikos zwischen Prinzipal und Agent einzugrenzen bzw. sicherzustellen, dass der Agent im Sinne des Prinzipals handelt und somit keine privaten Vorteile aus der unvollständigen Vertragsbeziehung zieht, bieten sich insbesondere Corporate Governance-Mechanismen an.238 In Anlehnung an Shleifer/Vishny (1997) definiert Pfeil (2002) Corporate Governance-Mechanismen wie folgt: „In general, corporate governance mechanisms are legal and economic institutions, which safeguard fund providers’ investment into the firm against the misbehavior of other parties involved into the firm’s business.“239← 59 | 60 →

Die Untersuchung der disziplinierenden Wirkung von Corporate Governance-Mechanismen im Kontext interner Kapitalmärkte wird als erfolgversprechend angesehen. Dies betonen erstmals auch Sautner/Villalonga (2010): „The few studies that have explored the link between the two topics [(corporate governance and internal capital markets)...

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