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Carl Stumpfs Berliner Phonogrammarchiv

Ethnologische, musikpsychologische und erkenntnistheoretische Perspektiven

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Edited By Martin Ebeling

Der Band versammelt Vorträge, die auf der 4. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft gehalten wurden. Die Tagung fand im Ethnologischen Museum Berlin und dort an dem von Carl Stumpf 1900 gegründeten Phonogrammarchiv statt. Dementsprechend behandeln die meisten Beiträge Forschungen der Musikethnologie aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Perspektiven. Der Band präsentiert sowohl aktuelle Arbeiten als auch Untersuchungen, die an die Forschungen von Stumpf oder seinen Schülern anknüpfen. Daneben diskutieren die Autoren Schriften von Stumpf zur Psychoakustik sowie zur musikpsychologischen Forschung und reflektieren die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Stumpfs Werk (Wahrscheinlichkeit, Brentano und Stumpf zur Tonpsychologie, Gestaltpsychologie).

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Carl Stumpf und das Phonogramm-Archiv

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Zusammenfassung

Die IV. Jahrestagung der Carl-Stumpf-Gesellschaft fand vom 3.–5. Oktober 2014 in Berlin-Dahlem im Ethnologischen Museum statt, wo das offiziell im Jahre 1904 von Carl Stumpf gemeinsam mit seinem Schüler und Mitarbeiter Erich Moritz von Hornbostel gegründete Phonogramm-Archiv inzwischen wieder eine Heimstatt gefunden hat. Unterstützt vom Privateigentum der beiden Gelehrten war es dem Psychologischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität angeschlossen, das Carl Stumpf 1893 gegründet hatte. Als Grundpfeiler des Archivs gelten die ersten Musikaufnahmen einer thailändischen Musiktheatergruppe mit einem Edison-Phonographen von Carl Stumpf (1848–1936) im September 1900 in Berlin.

Von 1905 bis zu seiner Emigration 1933 leitete vonHornbostel das Archiv und baute es aus. Es wurde 1923 von der Hochschule übernommen und 1934 als eigene Abteilung in das damalige Berliner Museum für Völkerkunde, heute Ethnologisches Museum, angegliedert. Nach der Auslagerung der Walzenbestände nach Leningrad kamen sie schließlich nach dem Krieg zurück an die Akademie der Wissenschaften der DDR. Erst 1991 konnten sie mit der im Vökerkundemuseum in Berlin-Dahlem zwischenzeitlich aufgebauten Sammlung wieder vereinigt und auf digitale Tonträger übertragen werden. Inzwischen hat sich das von Carl Stumpf ins Leben gerufene Archiv zu einer bedeutenden Institution entwickelt mit Tondokumenten traditioneller Musik aus der ganzen Welt. Im Sommer 1999 wurde die Sammlung der Edisonwalzen als Frühe Aufnahmen der musikalischen Welttraditionen in die UNESCO-Liste Memory of the World“ aufgenommen.

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