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Philosophie der Kultur- und Wissensformen

Ernst Cassirer neu lesen

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Tobias Endres, Pellegrino Favuzzi and Timo Klattenhoff

Das Potenzial der Philosophie Ernst Cassirers ist keinesfalls erschöpft, sondern vielmehr in systematischer, transdisziplinärer und gesellschaftlich relevanter Perspektive anschlussfähig, um Fragestellungen der Gegenwartsphilosophie und der Wissenschaften zu begegnen. Die Cassirer-Rezeption befindet sich in dieser Hinsicht an der Schwelle des Eintritts in eine neue Phase, die im Lichte eines ‚Neulesens‘ sowie einer zunehmend globalen Vernetzung betrachtet werden kann. Von der Wissensforschung und Wahrnehmungstheorie über neue Gebiete symbolischer Formung wie Film, Geld und Virtualität bis zum spannungsreichen Verhältnis zwischen Demokratie und Mythos: Die Beiträge des Bandes verstehen sich als Aktualisierung von Cassirers Philosophie der Kultur- und Wissensformen im 21. Jahrhundert.

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Claudio Bonaldi - Cassirer und das philosophische Denken als generative Formung der Sinnwelt

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Claudio Bonaldi

Cassirer und das philosophische Denken als generative Formung der Sinnwelt

Abstract: This essay takes into account claim, status, and legitimation of the Philosophy of Symbolic Forms as a whole in order to clarify the widely discussed question of whether philosophical thinking itself could be a symbolic form. For this purpose the concepts ‚symbol‘ and ‚symbolic cosmos‘ are central, as well as general questions about the relation between ideality and reality as well as plurality and system within Cassirer’s thinking. The concept of symbol is thus determined as a logical-genetical principle – and philosophy itself as a symbolic cosmos.

Zweifellos ist das Denken Ernst Cassirers an die Ausarbeitung einer ‚Philosophie der symbolischen Formen‘ gebunden. Mit dieser Bezeichnung ist aber nicht nur der Titel seines Hauptwerkes gemeint, sondern auch in einem weiteren Sinn ein philosophisches Projekt, mit dem sich Cassirer von Beginn der 20er Jahre an beschäftigt hat. Neben den drei ebenso betitelten Bänden des Hauptwerkes gehören zu diesem Projekt außerdem eine Reihe kürzerer und längerer Schriften, die er auf dem Weg zu seinem philosophisch reifen Denken geschrieben hat. Möchte man den eigentlichen philosophischen Sinn dieser Untersuchungen verstehen, muss man die gesamte zugrundeliegende theoretische Anlage prüfen und nach deren Konsistenz in Bezug auf jenes Projekt fragen. Die einzelnen spezifischen Analysen sind – obwohl fein, reich und fruchtbar – bezüglich einer Erklärung ihrer philosophischen Grundlage nur partiell und an sich selbst logisch unbegründet. Und...

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